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Wie wärs damit?

Mit Madsen Schmerz und Freude hinausschreien

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Geschrieben von: Anne Wendt   
Montag, 14. Juli 2008 09:24
Es konnte nicht lange dauern bis sich eine deutsche Band nach den Amokläufen an Schulen mit diesem Thema auseinandersetzt. Was Medien und Politik interessiert, geht natürlich auch an Musikern nicht vorbei. Wie man sich musikalisch diesem Thema nähern kann zeigen Madsen.

 

Sie betrachten die Attentäter als Opfer, etwas, dass bisher nur wenige getan haben. Rausgekommen ist dabei ein Lied, dass unter die Haut geht: „Sie haben ihm Nitroglyzerin in seine Adern gespritzt, dort wo es am meisten schmerzt haben sie ihn erwischt. Jetzt ist er explodiert und die ganze Welt geschockt.“ Voller Wut wird die Geschichte des Jungen erzählt, die Reaktion der Öffentlichkeit dargestellt. Madsen brüllen Zorn und Schmerz hinaus und machen damit darauf aufmerksam, dass es nun einmal nicht nur schwarz und weiß gibt.

 

Erschienen ist "Nitro" auf Madsens neuem Album "Frieden im Krieg", das am 07. März diesen Jahres released wurde. Mit Ausnahme dieses Liedes könnte man das Werk auch als Ode an das Leben, die Einzigartigkeit und die Liebe bezeichnen. Mit Appellen wie „halte diesen Augenblick fest“, „du bist wie du bist“ oder „verschwende dich nicht, veränder’ dich nicht“ sorgen die fünf Jungs aus Niedersachsen dafür, dass man sich schon beim zuhören einmalig und besonders fühlt. Man bekommt Lust, das Leben hier und jetzt zu genießen. Und lauthals mitzusingen.

 

Auf ihrem dritten Album zeigt sich die Band von ihrer besten Seite. Sowohl textlich, als auch musikalisch, haben sie sich gegenüber den Vorgängern "Madsen" und "Goodbye Logik" verbessert, zugleich zeigen sie sich aber auch wilder. Der Erfolg der deutschsprachigen Band wird wohl mit diesem Album fortgeführt. Mit "Frieden im Krieg" haben Madsen ein nachdenkliches Gute-Laune-Album geschaffen, das musikalisch im Vergleich zu anderen Bands vielleicht nicht den höchsten Anspruch hat, dafür aber ehrlich und voller Energie ist.

 

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Foto: © Vertigo Be

 
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