4Lyn - Deutschlands krasseste Rockband?! |
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| Geschrieben von: Michael Hellstern |
| Freitag, 06. März 2009 11:23 |
Die Hamburger Band 4 Lyn veröffentlichte im Jahr 2008 ihr mittlerweile Fünftes Studioalbum „Hello“. Nach dem eher mäßigen Erfolg der beiden vorhergehenden Alben geht die Band nun neue Wege.
Versuchten 4Lyn auf den vorigen Alben noch möglichst viele Einflüsse aus Crossover, Nu Metal und Hip Hop miteinander zu verbinden, so ist das neue Album eher geprägt vom Alternativerock. Lediglich in einigen Songs wie „Lovemaker/Soulshaker“ oder „Cowboy“ finden sich die typischen Rappassagen von Sänger Ron Cazzato. Auch auf die zahlreichen Shouteinlagen, die in so vielen früheren Songs zu finden waren, wird verzichtet. Schon die erste Single gibt Aufschluss über die neue Richtung der Band. „Hello (For you I’m dying)“ glänzt mit einem sehr melodischen und ruhigen Beginn, ehe dann kräftig das Gaspedal durchgetreten wird und ein sehr eingängiger Refrain folgt. Ein Song wie geschaffen für die Dauerrotation auf den Radiosendern.
Doch es befindet sich noch ein weitaus besserer Song auf der CD. Das Lied „Nostalgia“ hat durchaus das Zeug zum Megahit und würde auch jeder amerikanischen Erfolgsband gut zu Gesicht stehen. Nicht von ungefähr wurde dieser Song für die internationale Version des Albums als erste Single gewählt und erlangte in den USA für die Single einer ausländischen Band große Erfolge. Ein Song, der ohne Zweifel für die Massen geschrieben ist und auch live super ankommt. Der Refrain hat einen absoluten Ohrwurmeffekt und ist so schnell nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen. Ein verhaltener Beginn, nur bestehend aus der klar herausstechenden Stimme von Sänger Ron Cazzato, ehe dann langsam das Schlagzeug und der Backgroundgesang einsetzen. Das Video zu „Nostalgia“ wurde dementsprechend auf Dauerrotation bei amerikanischen Musiksendern gestellt.
Große Teile des Albums weisen jedoch klare Schwächen auf. Erschreckend beliebig wirkende Songs wie „This Heart“ oder „Too much of Anything“ werten das ansonsten positive Gesamtbild deutlich ab. Auch diese Songs weisen zwar eingängige Passagen auf, wirken aber zu glatt gebügelt und haben keine der vielzitierten „Ecken und Kanten“. Dadurch klingen die Songs selbst bei mehrmaligem Hören leider alle ziemlich ähnlich und können keineswegs das Niveau der Single „Hello (For you I’m dying)“ und von „Nostalgia“ halten. Riffs, die man alle irgendwann schon einmal gehört hat dominieren und lediglich die herausragende Stimme des Sängers Ron Cazzato retten diese Lieder.
4Lyn orientieren sich mit diesem Album deutlich in Richtung Mainstream – aber das muss man ihnen nicht als Vorwurf ankreiden. Anhänger der früheren Alben müssen sich zwar definitv erst an den neuen Sound gewöhnen, aber dafür finden 4Lyn-Neulinge der Band einen leichten Einstieg. Der von 4Lyn selbst gewählte Superlativ „Deutschlands krasseste Rockband“ ist aber wohl deutlich zu hoch gegriffen. Interessante Links:Blind wollen nicht Deutsch klingenDonots mit Hommage an die 80s |
