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Wie wärs damit?

Jupiter Jones mit neuer Platte am Start

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Geschrieben von: Thomas Schmidt   
Donnerstag, 23. April 2009 08:18

"Hallo Angst, du Arschloch!", wird der Zuhörer bereits im ersten Stück "Das zu wissen" geweckt. Nanu? Jupiter Jones präsentieren sich wesentlich härter und aggressiver als im letzten Album von 2007. Aber mehr dazu später....


Nach nur gut einem Jahr gibt es Neuigkeiten von der Band Jupiter Jones zu verzeichnen: Neue Platte mit dem Namen "Holiday in Catatonia". Eine Anspielung auf Holiday in Cambodia von den Dead Kennedys? Wie auch immer, Fakt ist: Sie sind zurück! Wie schon erwähnt knallt bereits der Opener mit voller Breitseite aus den Boxen. Satter Sound, kratziger Gesang und schnelle Rhythmik. Eine super Einführung in das neue Album.

"Das zu wissen" beschäftigt sich mit dem Thema Angst und zum Ziel führenden Wegen, die mit Angst bestückt sind. Apropos Angst: Wer glaubt Jupiter Jones driftet mit dem neuen punkigerem und härterem Sound auch in belanglosere Texte und Phrasen ab, hat weit gefehlt. Texte die einem das Herz aufgehen lassen, aber auch zum Nachdenken anregen, alles ist dabei! Wobei sich das Thema "vergangene Tage" und "Jugend" wie ein roter Faden in Songs wie "Was anders war", "Eine Landjugend" und "Heute ist der erste Tag an dem ich mich offiziell alt fühle".  

                           

Beim Durchhören des Albums durchläuft der Hörer ein Wechselbad der Gefühle: Wehmut, Hoffnunng, Enttäuschung, Freiheit und Eingeengt sein. Die Jungs verstehen es, uns in den Stücken mitleiden zu lassen mit derart genialen Akkordstrukturen, die mich einfach nur begeistern!

Die erste Singleauskopplung "Das Jahr in dem Ich schlief" ist musikalisch unglaublich pushend, dann jedoch wieder im Kontrast dazu Passagen die nur aus Bass und Gesang bestehen, nur um dann wieder mit unglaublich viel Energie wieder loszubrechen. Eine gut gewählte Erstsingle mit Ohrwurmgarantie!

 

Generell lässt sich bei vielen der insgesamt elf Stücken sagen, dass sie eine sehr eingängige Melodie und Akkordstruktur haben und sich so in den Kopf einbrennen und einfach Lust aufs Mitsingen machen. 

Bei dem, wiedermal sehr hart ausgefallenen, Stück "Du und Jörg Haider" hat man sich den Frontman der Punkgruppe Donots, Ingo Donot, mit an Board geholt. Wütende Stimme, harte Gitarren, mir gefällt's sehr gut!

Es wird immer viel von Veränderung gesprochen, und dass die Fans der ersten Stunde diese nicht gerne sehen, bzw. hören. Auch bei Jupiter Jones merkt man ein Wachstum an Härte, welches jedoch wie gesagt keinerlei lyrische Auswirkungen hat. Wer die Jungs also wegen ihrer tiefgründigen Texte liebt, kann auch beim neuen Album "Holiday in Catatonia", welches übrigens am 22.Mai erscheint, als normale- und als Deluxe-Version mit Making Of - Dvd angeboten wird, beherzt zugreifen und abrocken! 

 

Interessante Links:
Neues Jupiter Jones Album im Anflug
Boozed im Interview
Jupiter Jones auf Tour
 
 

Foto: © Broken Silence

 
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