Cowboys on Dope – Im Rausch in den Wilden Westen |
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| Geschrieben von: Michael Hellstern |
| Sonntag, 12. Juli 2009 14:00 |
Ein weit
aufgerissenes Pferdemaul ziert das Artwork vom neuen Album „Electric Sky“ des
Kölner Trios Cowboys on Dope. Cowboys on Dope? Wer hinter dem Albumtitel und
dem schrägen Bandnamen Electromusik vermutet, irrt sich in diesem Fall. Cowboys
on Dope fabrizieren vielmehr poppigen Rock mit vielen Country- und
Blueselementen.
Der Opener „Another song about the Weather“ wartet mit einem unaufgeregten Western-Sound auf. Trotz allem ist es hier kein klassischer Country, sondern Cowboys und Dope verweben die Songelemente zu einer Mischung aus Country und Rock.
„I am One“ kommt musikalisch eher eintönig daher, kann aber mit Banjo und Mandoline zwei besondere Instrumente bieten. In „The wrong Step“ schaffen Cowboys on Dope dann einen der typischen Countrysongs. Rein textlich bieten die Kölner hier allerdings eher Magerkost. „Woke up in the wrong bedroom, her husband came back soon, he made me drink whisky, twenty shots until that afternoon“.
„Before I die with my Boots on“ erinnert nicht nur vom Titel her an die goldenen Zeiten des Wilden Westens. Sänger Peter Sarach lässt seine Stimme hier klingen als würde das Trio live in einem echten Saloon rocken. Textlich dreht sich das Lied um unerfüllte Lebensträume. Augenzwinkernd werden geplante Begegnungen mit verschiedenen Prominenten wie Johnny Depp und Jack Nicholson besungen. Das Album enthält als nettes Extra auch noch eine Bonus-Live-CD. Cowboys on Dope rockten den Kölner Club „Blue Shell“. Neben eigenen Stücken finden sich darauf originelle Coverversionen, unter anderem von Velvet Underground, Bob Dylan und Iggy Pops Punkhymne „Wanna be your Dog“.
Insgesamt gesehen bieten Cowboys on Dope hier mit ihrem Doppelalbum ein ruhiges Album ohne große Höhepunkte, das aber durch seine Kompaktheit überzeugen kann. Selten wurde der in Deutschland eher unpopuläre Country so massentauglich verarbeitet. Für Freunde der Countrymusik und jeglichen Untergattungen ist es auf jeden Fall ein Probehören wert. Interessante Links:Die Cowboys aus Berlin-Mississippi sind wieder da! Kensington Road im Gespräch Wenn Google bei der Albumtitelsuche hilft One Mile to get BOOZED! Foto: © Cargo Records |
