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Das Pop-Poesiealbum mit Eselsohren

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Geschrieben von: Rebecca Puhlmann   
Dienstag, 01. September 2009 16:18
Sobald man die Stimme von Sängerin Claire hört, weiß der Hörer mit wem er es zu tun hat - Karpatenhund. Aber die musikalische Begleitung klingt anders - melancholischer. Es erinnert nicht mehr viel an den fröhlichen, leicht verspielten Gitarren-Poprock der Vorgänger-CD. Das neue Album heißt „Der Name dieser Band ist Karpatenhund“ und steht seit dem 28. August in den Plattenläden.

 

Der erste Song trägt den passenden Namen „Anfang“ und im ersten Moment erscheint es als ob es ein instrumentales Intro wäre, doch der Eindruck täuscht. Nach etwa zwei Minuten setzt der Gesang ein und man weiß nicht recht, ob es wirklich ein Anfang ist - „Das ist nicht der Anfang. Das ist kein Ende. Es ist nicht dazwischen. Es ist nirgendwo.“

 

Als nächstes erwartet den Hörer die erste Single-Auskopplung „Wald“, in dem es um die innere Leere geht, das Besondere an der Albumversion dieses Liedes ist, dass zum Ende hin Trompeten einsetzen. Es lohnt sich also auch einmal diese Variante zu hören und nicht die gekürzte. Auch beim Titel „Hier wächst nie wieder was“ finden sich Blasinstrumente wieder.

Auch wenn es auf der CD viele musikalische Entwicklungen zu erkennen sind, so erkennt man zum Beispiel bei „Bitte bitte bitte“ den bis daher  dagewesen Karpatenhund-Sound. Im vorletzten Lied „Lost Weekend“ geht es um eine Liebe, die zu Ende geht, trotz des melancholischen Textes ist es ein sehr tanzbarer Track und löst beim Hörer nicht unbedingt ein betrübtes Gefühl hervor.

 

Mit dem letzten Song „Ende“ schließt sich der Kreis, denn auch hier setzt erst nach eineinhalb Minuten Gesang ein. Ein schönes Detail des Albums hierbei ist nicht nur das einfache Wiederaufgreifen des Textes vom ersten Titel, sondern auch eine Weiterführung dessen.

Karpatenhund ist ein gutes zweites Album gelungen. Bei den meisten Lieder finden sich zwar kaum mitsingbare, lange Refrains, aber trotzdem haben sie einen ganz eigenen Charakter und bleiben einem im Kopf. Man muss sich erst ein wenig an den reiferen Klang der Band gewöhnen, aber dann trifft man mit diesem Album keine Fehlentscheidung.

 

Interessante Links:
Karpetenhund melden sich zurück
Juli im Interview
Silbermond im Tourtalk
Livefotos von Silbermond

 

Foto: © Wanderlust

 
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