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Wie wärs damit?

Florian Ostertag – Auf der Suche nach dem Glück

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Geschrieben von: Michael Hellstern   
Sonntag, 13. September 2009 10:38
Mit seinem Debütalbum „The Constant Search“ schraubt Florian Ostertag die Messlatte für folgende Alben schon mal ziemlich hoch, denn was Florian Ostertag mit seinem Gitarren-Pop abliefert, braucht sich auch international nicht zu verstecken. Musikalisch lässt sich das problemlos zwischen internationalen Topacts wie Jason Mraz, Matt Nathanson oder auch den dunkleren Jack Johnson Songs einordnen.

 

Erst mit 16 entdeckt der junge Florian Ostertag die Musik für sich und beginnt eigene Songs zu schreiben. Er spielt Klavier und Gitarre in verschiedenen Bands, ehe er 2003 den nächsten Schritt wagt. Ein Bauernhof wird gemietet, er gründet dort seine erste Musiker-WG und steigt gleich als Produzent ein.

Im Jahr 2005 nimmt er im Gartenhaus seiner Eltern die erste eigene EP auf, auf der er alle Instrumente selbst spielt. Erste Touren führen ihn in den Folgejahren mit anderen deutschen Künstlern wie Philipp Poisel zusammen und bringen ihn bis nach Skandinavien. Fast zwei Jahre lang arbeitet er daraufhin in seinem süddeutschen Studio an seinem ersten Album, das er selbst schreibt, spielt und musiziert.

 

Auf „The Constant Search“ geht es um die wohlbekannte Suche nach dem Glück in der Welt: Der großen Liebe oder dem Zugang zum Paradies. Dabei ist er aber gleichzeitig ehrlich genug einzugestehen, dass diese Suche auch eine aussichtslose sein kann.

„Let it go“ liefert den perfekten Albumeinstieg: ein ruhiger melancholischer Beginn, nur mit einer Akustikgitarre und der dann einsetzenden markanten Stimme von Florian Ostertag. Musikalisch ein wenig an Sigur Rós erinnernd, erzeugt der Song eine entspannte Aura, die den Zuhörer sogleich in seinen Bann zieht und durch geschickt eingebaute Streicher noch verstärkt wird.

 

Die erste Single „I don’t know what to say“ sorgt mit entspanntem Gesang und Melodie für ein fröhliches Summerfeeling. Der Refrain schleicht sich sofort in die Gehörgänge ein und schon kurze Zeit später hört man sich unbewusst „lei lei lei“ vor sich hin summen.

Die Songs im Mittelteil der CD sind etwas schwächer, da hier einfach der Wiedererkennungseffekt ausbleibt. Florian Ostertag wirkt etwas zu verspielt und kann so leider nicht an den starken Beginn des Albums anknüpfen.

 

„Home“ am Ende der CD hingegen beginnt ziemlich monoton und plätschert anfangs ohne große Höhepunkte vor sich hin, ehe dann mitten im Lied plötzlich die Stimmung kippt. Ein Tempowechsel begleitet von kraftvollen Gitarren lassen den Hörer auf einmal mit dem Gefühl zurück, das wohl beste Lied der CD gehört zu haben. „This Life is so much better“ als positives Fazit einer doch relativ dunkel und melancholisch gewordenen CD.

Insgesamt legt Florian Ostertag hier ein ausdrucksstarkes Album vor. Allerdings fehlt ihm noch ein wenig die Abwechslung in den Songs, ein Umstand der sich wohl darauf begründet, dass das komplette Album in Eigenregie entstanden ist. Wenn man alle Songs betrachtet, hätte dem Album wohl eine Portion mehr Frohsinn nicht geschadet, denn viele der Songs schwelgen förmlich in Melancholie und Tragik. Die Suche nach dem Glück ist eben ein steiniger Weg. Hoffen wir, dass Florian Ostertag sein Glück finden wird.

 

Interessante Links: 
www.florianostertag.de
Philipp Poisel - ein melancholisches Debüt

 

Foto: © Mariarecords

 
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