Ein Seelenretter aus Stuttgart |
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| Geschrieben von: Michael Hellstern |
| Samstag, 16. Januar 2010 20:09 |
Das Stuttgarter Quartett Out of Independence macht bereits
seit 1990 zusammen Musik. Nach mehreren CD-Releases wurde es 2004 ruhig um die
Band. Aus privaten Gründen legte die Band eine Musikpause ein, ohne sich jedoch
aus den Augen zu verlieren. Seit Ende 2007 arbeiteten Out of Independence
daraufhin am neuen Album, das nun unter dem Titel „Soulsaver“ das Licht der
Welt erblickte.
“We don’t want to loose many words about the music. Cause we can’t and don’t want to invent something new. What else could a singer, a drummer, a bass and guitar player do? In our case just good old alternative rock.“ Getreu diesem Statement folgen sie auf ihrem bereits siebten Album den Wegen des Alternative Rock.
Das Besondere an Out of Independence ist die
Zusammenstellung der Bandmitglieder. Die in Stuttgart geborenen Sänger Andre
Pimenta und Drummer Daniel Pimenta bringen portugiesische Wurzeln in die Band,
während Bassist Deniz Sensoy aus der Türkei stammt und Gitarrist Christian
Reinhold in Berlin geboren wurde. Der Opener „One Hundred Degrees“ zeigt gleich die Reife der Band. Treibende Gitarren und der tolle Gesang begeistern schon vom ersten Moment an. Der eingängige Refrain klingt noch lange nach. Zum Schluss beweisen die Vier im Soloteil, wie gut sie ihre Instrumente beherrschen. Abseits des gewöhnlichen Pop-Rock-Schemas begeistert dieser Song auch durch seine lateinamerikanisch klingende Art.
„Meu Sól“ wartet zu Beginn mit einem klagenden Chor auf, ehe sich ein ruhiges Duett zwischen Sänger Andre Pimenta und einer weiblichen Stimme entwickelt. Der Song ist komplett auf Portugiesisch. Immer wieder setzt der Chor ein, der diesem Lied einen eher traurigen Charakter verleiht. Out of Independence experimentieren hier viel. „Weekend Cowboy“ rockt dann wieder auf normalen Pfaden. Die tolle Stimme des Sängers kommt hier klasse zur Geltung. In dem Song geht es um einen partysüchtigen „Weekend Cowboy“, der plötzlich ganz alleine da steht und nun über sein Leben sinniert.
Insgesamt gesehen legen Out of Independence hier ein gutes Album vor. Man merkt dem Album den Independent-Faktor deutlich an, die Band probiert an vielen Stellen Neues aus, schafft hier aber trotzdem ein solides Album. Leider fehlen „Soulsaver“ jedoch die richtig großen Höhepunkte. Die Songs nach „One Hundred Degrees“ sind zwar durchaus gut, aber setzen sich nicht richtig fest im Kopf. Man darf aber sicher neugierig auf die Live-Performances dieser internationalen Band sein. Interessante Links:Out of Independence im Interview Out of Independence im Web OoI live in Stuttgart
Foto: © Out of Independence |
