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Vexations – Das neue Album vom „German Wunderkind“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Paula Gibson   
Freitag, 12. Februar 2010 13:46
Nur ca. zwei Monate hatte Konstantin Gropper Zeit, um sein neues Album zu komponieren und einzuspielen. Herausgekommen ist eine melancholische Platte, voll facettenreichem Indie-Pop, die es durchaus mit dem Vorgänger aufnehmen kann.

 

Mit seinem Debütalbum mischte Konstantin Gropper unter dem Pseudonym „GET WELL SOON“ 2008 erstmals die Musikwelt auf. Kritiker wie Publikum waren von dem Soun, der live bis zu achtköpfigen Band fasziniert. Doch wie hat der Absolvent der Popakademie es geschafft, seinen Zweitling in nur zwei Monaten fertig zu stellen, nachdem er für sein Debüt viele Jahre Zeit hatte?

 

Gropper gibt zu, dieser Tatsache eine Zeit lang ratlos gegenüber gestanden zu haben, dennoch hatte er nun auch bessere (finanzielle) Möglichkeiten und sieht die kurze Produktionsphase im Nachhinein eher als Glücksfall. „So war die Arbeit grundverschieden von der am ersten Album: kompakter, konzentrierter, runder. 80 Prozent der Stücke sind in einem Nettozeitraum von nur zwei Wochen entstanden -zumindest ihr maßgebliches Gerüst.“

Gerade wieder auf Tour, präsentiert Konstantin Gropper nun die neuen Stücke seiner neuen LP „Vexations“, übersetzt „Ärgernisse“, das er zu einem Konzeptalbum über den Stoizismus (in etwa die Lehre der emotionalen Selbstbeherrschung) erklärt.


Das Album ist keine leichte Kost und es braucht schon mehrere Hördurchläufe, um alle Lieder zu verstehen, aber einige Lieder, wie zum Beispiel „Seneca`s Silence“, bleiben schon beim ersten Hördurchlauf hängen.

Gesanglich erscheint das "Vexations" aufgrund seines Konzepts vielleicht erst einmal etwas monoton und instrumental deutlich weniger pompös als das erste Album, aber genau darin liegt die Stärke der CD. Auch die erweiterte Instrumentensammlung (Xylophon, Marimbaphon, Vibraphon) bietet klanglich neue, interessante Facetten.

Natürlich ist Groppers Ernsthaftigkeit und die künstlerische Einstellung mit der er sein Werk angeht nicht unbedingt jedermanns Sache, für Fans aber definitiv Hörenswert. Vor allem "Seneca's Silence", "We Are Free","5 Steps/7 Swords" und "Angry Young Man" laden dazu ein die CD auf Dauerrotation zu hören.

 

 

Interessante Links:
Michi Ludes im Interview
Mikroboy - nennt es wie ihr wollt

 

Foto: © City Slang

 

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