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Noch ne Band mit "Lampenfieber" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Adriane Haussmann   
Mittwoch, 03. März 2010 12:04
Das Cover ist eher bläulich und darauf sind ein paar Füße abgebildet. Gekleidet in Jeans und Chucks wirken sie jugendlich, darüber in weißen Buchstaben „Noch ne Band“. So begrüßt einen das Cover des Debütalbums der Newcomerband. Auch im Innenteil hat man auf blau gesetzt und es lächelt einem die CD entgegen. Wollen wir doch einmal hinein hören…

 

Eröffnet wird das Erstlingswerk namens "Lampenfieber" mit der Single „Momente in Scherben“, die bereits ordentlich auf den Putz haut. Als Gute-Laune-Poprock könnte man im Allgemeinen die Musik von Noch ne Band beschreiben, dass es sich hier aber nicht einfach um nettes Tralala mit Frontfrau handelt, zeigen Textzeilen wie „Ich bin hier, um dich zu fragen, ob du mit dir und der Welt zufrieden bist.“

 

Momente, die niemand von uns zu häufig erleben möchte wie der Verlust eines Menschen werden in „Ich war nicht da“ verarbeitet, aber auch der nervigen Tussi von gegenüber wird ein Song gewidmet.
 
Wir lernen „Lisa“ kennen, die sich endlich traut ihre eigenen Grenzen zu überschreiten und beginnen durch die Begegnung mit der kleinen Sofia das Leben mit anderen Augen zu sehen. „Du braucht niemand, der dir sagt wie sehr er dich mag, denn was du brauchst, ist jemand, der an dich glaubt, dem du vertraust“ erfahren wir in „Niemand“. Auch der altbekannte Liebeskummer bekommt in „Das Andere“ seine Hauptrolle und Mut und Zuspruch finden wir in „Der Weg“.

 

Noch ne Band erzählen Geschichten, in denen sich jeder irgendwo finden kann.  Es sind Themen, die man aus dem Alltag kennt, einfach und unkompliziert aufbereitet und einfach zum Mitsingen. Auch die Musik ist leicht, melodisch und geht oft nach vorne. Keine unnötigen Spielereien oder versuche sich durch einen bestimmten Sound abzuheben.
 
Vanessa, Marco und Manu klingen einfach nach der Reise durch die Pubertät, die mal laut und mal leise, mal farbenfroh, mal eher eintönig ist und dennoch immer spannend, lehrreich und berührend. Noch ne Band findet man wie seine Teeniezeit entweder total ätzend oder absolut abgefahren, aber Neutralität ist hier unmöglich.
 
 
Interessante Links:
Vanessa, Marco und Mani im Interview
Noch ne Band im älterenInterview
 
 
Foto: © Headspin


 

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