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Dota und die starken Männer

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Geschrieben von: Michael Hellstern   
Montag, 29. März 2010 11:23
Die Musikerin Dota hat mit ihrer Band Dota und die Stadtpiraten bereits einiges erreicht. Ohne Hilfe eines Plattenlabels veröffentlichten sie seit ihrer Gründung 2003 sieben Alben! Dabei hat sie ihr Weg schon ziemlich weit geführt. Neben Touren in Russland, tourten sie in Neuseeland und Samoa. Dota unternahm 2007 eine Solo-Tour durch Brasilien, wo sie auch zwei Alben aufnahm.

 

Das achte Album „Bis auf den Grund“ erscheint am 01. April auf Dotas Label „Kleingeld Prinzessin Records“. Für das neue Werk ging die Band in einer neuen Besetzung zusammen. Nicolai Ziel am Schlagzeug und Leon Schurz am Bass sind nun seit zwei Jahren dabei. Von Anfang an dabei ist Gitarrist Jan Rohrbach, der sich auch am Keyboard versucht.

Die Band musikalisch einzuordnen fällt schwer. Bossa Nova, Swing, Reggae, Jazz, Surfrock und Songwriter-Pop werden zu einem einzigartigen Mix verschmolzen. Das Artwork der CD und das Booklet sind sehr liebevoll gemacht und zeigen wie viel Zeit und Arbeit die Band in dieses Album gesteckt hat.

 

Der Song „Transparent“ kommt leicht und ruhig mit einer Akustikgitarre daher, während „Utopie“ mit Swing und Reggae-Ansätzen arbeitet. „Containerhafen“ erzählt ironisch und eingängig von einem Urlaub im Containerhafen von Venedig.

Man merkt der Kleingeldprinzessin doch sehr an, dass sie nicht allzusehr aufs große Geld schielt, sondern sich in der musikalischen Nischenecke ganz wohl fühlt. Die Texte sind frech und verstecken sich nicht. Trotz aller Gesellschaftskritik gibt es aber keinen erhobenen Zeigefinger. Dota erzählt Geschichten über das Leben, mal lustig und mal traurig, aber nie altklug. Die Sängerin verfällt manchmal in einen etwas seltsamen Sing-Sang und trifft wohl auch nicht jeden Ton, doch trotzdem haben die Songs immer ein sympathisches Augenzwinkern für den Hörer übrig. Viele Lieder sind instrumental verspielt und von den Harmonien ungewöhnlich, sodass man sich erst einmal einhören muss. 

 

Der Independentfaktor des Albums ist wirklich hoch und die teils skurrilen Tempowechsel und Reime werden nicht jedem gefallen. Für Fans der Band ist „Bis auf den Grund“ auf jeden Fall ein Pflichtkauf. Wer Lust auf Neues hat und Freude an intelligenten ruhigen Nummern, sollte der Kleingeldprinzessin eine Chance geben. 

 

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Foto: © Kleingeldprinzessin Records

 
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