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Blakvise – For all these Days

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Geschrieben von: Michael Hellstern   
Freitag, 02. Juli 2010 12:30
Junge Newcomerbands kommen und gehen, doch Blakvise haben sich vorgenommen zu bleiben. Erst seit Anfang 2009 spielt der junge Vierer in seiner aktuellen Besetzung zusammen. In dieser Zeit konnten sich Blakvise aber schon erste Lorbeeren verdienen. 
2009 gewann man den Bandcontest “Stars in the City“ für die Region Hannover und darf somit im September 2010 das Deutschland-Finale bestreiten. Zuvor steht aber noch die Veröffentlichung der ersten EP „For all these Days“ bevor. Musikalisch wird auf den fünf Songs Punkrock mit leichten Post-Hardcore-Elementen geboten.

 

Doch der Reihe nach. Der Opener „Coming Home“ kommt erfrischend aus den Boxen, die Strophe sitzt, die Melodie passt. Lediglich der Refrain kann den guten ersten Eindruck nicht bestätigen, der hier fehlt der letzte Schliff um einen eingängigen Refrain zu schaffen. Das kehlige Zwischenshouten zum Ende des Songs passt zwar gut ins Konzept, doch am Ende bleibt nicht viel beim Hörer hängen.
 
„Surrender“ startet mit einem klasse Gitarrensolo und lässt auf mehr hoffen. Der Shouter – Sänger – Wechsel klingt deutlich nach den amerikanischen Vorbildern von Silverstein und Co. Gesangstechnisch hört sich das alles schon sehr  gut an, aber auch hier fehlt der zündende Refrain, der für den Wiedererkennungswert sorgt.

 

Der vierte Song „When Memories Collide“ fährt plötzlich das Tempo rapide nach unten. Klaviertöne läuten den ruhigsten Song der EP ein und untermalen die auf einmal extrem zart wirkende Stimme von Sänger Jochen Gros. Auch  die ruhige Gangart steht der Band aus Hannover gut zu Gesicht.
 
Im letzten Song „Goodbye“ verfolgen Blakvise dann aber wieder das bewährte Singer-Shouter-Schema und verabschieden sich mit einem echten Kracher. Die kehligen Shouts passen perfekt zur Sängerstimme, melodische Gitarren untermalen die emotionalen Ausbrüche. Blakvise meiden hier die gängige 3-Minuten-Songstruktur und werden für ihren Mut belohnt.

 

Stellenweise schaffen es die vier Jungs musikalisch an die Anfangszeit von Bands wie Funeral for a Friend zu erinnern. Vor allem „Goodbye“ offenbart eine Menge Potenzial, das hoffentlich bald auf einem Longplayer genützt wird  Die richtig einprägsamen Melodien fehlen noch, aber für die junge Band kann es nur weiter nach oben gehen.

 

Interessante Links:
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Foto: © Headroom Records
 
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