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Weltrekorder will Sex mit Hanne PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Schmidt   
Dienstag, 06. Juli 2010 16:48
Nanu? Wundert euch nicht, wenn ihr ab dieser Woche die Single "Sex mit Hanne" einer Band namens Weltrekorder in den Regalen im Plattenladen eures Vertrauens entdeckt. Denn diese ist die erste Single aus dem am 23. Juli erscheinenden Album Weltrekorder.

Weltrekorder sind eine Indie-Pop Band aus Köln, die dank eines Förderprogrammes der Bundesregierung für Musik im letzten Jahr ihre erste richtige CD aufnahmen. Doch man legt sich nicht auf eine bestimmte Musikrichtung fest. Gitarren, Posaunen, mal melancholisch, mal tanzbar.

 

Die Texte sind breit gestreut. Vom nicht ganz ernst zu nehmenden "Sex mit Hanne", bis hin zum Statement gegen alles künstliche in Küchenkosmos. Texte die zum Nachdenken anregen und auch mal zum Gedanken schweifen lassen. Die anfängliche Albernheit täuscht also. Es ist schwierig die Band mit anderen Gruppen zu vergleichen, da sie sich wirklich bemühen, etwas Einzigartiges zu sein. Das erklärt auch die breite Streuung der Themen ihrer Songs. Denn die werden, wie von einem Weltrekorder, einfach überall aufgegriffen und verarbeitet.

Sehr gut gefällt auch "Was verrücktes tun". Fast schon orientalische Gitarrenriffs, die aber in einen "verrückten" zum Tanzen fast schon zwingenden Refrain übergehen. Auch hier geht es um den Ausbruch aus dem tristen Alltag, des grauen, immergleichen Tagesablaufs. Das charakterisiert die Band eigentlich ganz gut. Keine Grenzen, große Freiheit und einfach Spaß an der Musik.

 

Hit-Potential steckt auch im Song "Dopamin". Dem wildesten der Platte. Herzhafte Drums, knackige Gitarrensoli und wieder mal eine ganze Kanne voller Bewegungsdrang, die einen spätestens beim zweiten mal hören mitreißen.

Wer also seine Vorlieben in Indie, Pop, Punk, Rock, Tanzbarkeit, Gitarrensoli, Melancholie, Freude,........ wiederfindet sollte ruhig mal reinhören. Denn wie ihr seht und lest, hat die Platte eine ganze Menge mehr zu bieten als man zunächst denken möchte. Allein schon das zuende geglaubte "Dopamin", welches gegen Ende wieder mit einer unglaublichen Energie ausbricht, weiß zu begeistern, um einen danach mit "Der Fernwehturm" wieder auf den Boden der Melancholie zurück holt.

Stimmungsschwankungen im positiven Sinne vorprogrammiert. Unbedingt anspielen!

 

Interessante Links:
Paucker mit Miersable Junkie
Das Album vom "German Wunderkind"

 

Foto: © Eight o'Clock Records

 

 

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