Radiopilot im Interview |
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| Geschrieben von: Rebecca Puhlmann |
| Sonntag, 26. April 2009 12:06 |
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Sie besangen bereits die Monster und Fahrräder dieser Welt und widmeten jetzt dem Träumen eine Hymne. Radiopilot sind eine etwas andere Popband. Wie sie sich selbst sehen und was hinter Radiopilot steckt, verrieten sie uns einmal selbst in einem Interview.
DSC: Stellt
euch und eure Band Radiopilot doch bitte einmal in wenigen Sätzen vor! Also wir
sind eine Popband. Das ist ein weiter Begriff und deswegen passt er vielleicht
gut zu uns. Wir sind fünf Jungs und proben in Berlin. Popmusik bedeutet für uns
vor allem Britpop aus den 90er Jahren. Wir sind nicht politisch und singen über
das was uns bewegt und über das was man in Berlin erlebt. DSC: Würdet
ihr euch jetzt nach Veröffentlichung der dritten Single noch als reine regionale
Band bezeichnen? Als Band
macht man sich keine Gedanken darüber, ob man "regional",
"überregional" oder "topdowngebreakt" ist. Wir spielen viel
außerhalb von Berlin und es kommen auch Leute zu diesen Konzerten. Ich nehme an
jetzt zählen wir nicht mehr zu den regionalen Bands. DSC: Wie
kamt ihr auf den Namen Radiopilot? Bandnamen
sind eine schwierige Sache. Vor allem weiß man ja am Anfang nicht wie sich die
Band entwickelt und welcher Name gut passt. Also bot sich für uns an einen
möglichst neutralen Bandnamen zu nehmen. Wir lieben viele Vokale und es sind
sehr viele da drin. DSC: Wie
habt ihr fünf euch kennen gelernt? Es passiert
ja selten, aber 3 von uns kennen sich noch von der Schule. Meistens lösen sich
Schülerbands ja irgendwann auf bzw. irgendwann kann man sich nicht mehr sehen.
Bei uns ist das anders. Die anderen zwei haben wir durch andere Bands kennen
gelernt. DSC: Wie
lange macht ihr schon zusammen Musik? In der
Besetzung seit Anfang 2005. DSC:
Besteht Radiopilot noch aus den gleichen Leuten wie zu Beginn? Da wir uns
wirklich neue Ziele und Ideen ausgedacht haben, als wir uns 2005 in Radiopilot
umbenannt haben, würde ich sagen ja. DSC: Wer
ist der kreativste Kopf bei Radiopilot? Ich bin mir
nicht sicher, ob man so etwas sagen kann bei einer Band. Jeder hat seine
Qualitäten und jeder hat seine Tage. Keiner könnte in Anspruch nehmen der Kreativste zu sein, weil die anderen ihn harsch zurückweisen würden. DSC: Was
war bisher euer größter Gig? Auf der
Fanmeile während der WM. Das war glaub ich kurz bevor Türkei gegen Deutschland
gespielt hat. So ein richtiger Gig war das dann allerdings auch nicht. Viele
Open-Airs zusammen mit Ich&Ich waren sicherlich die größten Konzerte. DSC: Eure
peinlichste Panne auf der Bühne war? Uff, schwer
zu sagen. Peinlichkeit ist vielleicht auch ne Art von Entertainment bei uns.
Wenn man sich verspricht oder stolpert gehört das dazu, deswegen fällt das
jetzt schwer was wirklich peinliches zu finden.
In der
großen Freiheit in Hamburg. Wir haben da zwar teilweise schonmal gespielt, aber
dort ein eigenes Konzert würde uns sehr gefallen. DSC: Was
denkt ihr, ist eure Stärke als Band? Warum kommen Besucher zu euren Gigs? Wir
versuchen nicht voreingenommen an Musik heranzugehen. Das fällt schwer, weil
man das Gefühl hat, dass man viele Dinge nach bestimmten Regeln machen muss.
Das ist aber nicht so, z.B. wundern sich örtliche Techniker oft über unser
Equipment, weil sie das noch nie in einem kleinen Club gesehen haben. Wir
nehmen nämlich viele Instrumente mit und oben drauf noch 5 Fernseher mit viel
Zubehör. DSC:
Welcher eurer Songs beschreibt euch und eure Musik am besten? Mit "Fahrrad"
und "Monster" haben wir unsere tanzbare, lustigere Seite gezeigt, aber das Leben
besteht ja aus viel mehr und mit "Immer wenn wir träumen" wollen wir
im Moment melancholischer und ruhiger werden. Das ist nämlich für uns auch ein
sehr wichtiges Gefühl auf unserem Album. DSC: Wie
würdet ihr eure Musik beschreiben? Popmusik
mit Gitarren und Klavier. Wenn uns mal langweilig ist nehmen wir Elektronik,
Streicher und Schellenkranz dazu. Dazu deutsche Texte aus der Ich-Perspektive
über unser Leben. DSC: Was
ist das nächste Ziel, das ihr als Band erreichen möchtet? Wir würden
uns freuen noch eine Tour zu spielen. Und dann ist wichtig ein neues Album zu
machen. Und danach wieder eine Tour und dann wieder ein Album.. DSC: Was
bewegt euch Musik zu machen? Es ist
unsere Art mit dem Leben umzugehen. Jedenfalls ist es wichtig für uns Lieder zu
schreiben und die Bestätigung auf der Bühne zu kriegen. Das war schon immer so
und wird sich wahrscheinlich auch nicht ändern. DSC: Woher
nehmt ihr eure Motivation, wenn mal etwas nicht so gut läuft? Es läuft
öfter mal was nicht so gut bei uns. Wir streiten uns gerne und sind auch oft
schlecht gelaunt. Irgendwann gehts halt wieder.
Im Moment
sind wir das hauptberuflich. Wir jobben alle teilweise nebenbei, aber sonst
konzentrieren wir uns auf die Musik. DSC:
Angenommen ihr hättet die Möglichkeit einmal in die Vergangenheit zu
reisen, würdet ihr etwas ändern? Ne, solche
Gedanken machen einen nur unzufrieden. Es ist alles gut wie es ist. DSC: Welche
Schlagzeile würdet ihr gerne einmal über euch lesen? "neuer
Blur Support: Radiopilot" DSC: Welche
Frage möchtet ihr gerne einmal beantworten und wie lautet die Antwort? Einfache
mathematische Fragen sind immer gut für uns, z.B. "Wieviele Vokale hat
euer Bandname? Antwort: 5" DSC: Und
die letzten Worte sollen an eure Fans gehen, was möchtet ihr diesen mitteilen? Schön, dass euch gibt und dass ihr so verrückt seid! Interessante Links:Radiopilot haben die Lösung der Welt zu entfliehen Jeder braucht ein Ventil... Monster im Leben
Fotos: © SonyBMG |
