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BAKKUSHAN - wir verstehen nur japanisch im Interview PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Simone Bauer   
Montag, 03. August 2009 18:55

Die meisten werden sich im ersten Moment fragen was denn bitte BAKKUSHAN ist. Wir haben die Band, die sich hinter diesem Namen verbirgt, einmal für ein interviewt und sind unter anderem auch dem Namensgeheimnis auf die Spur gegangen.

 

DSC: Stellt euch doch einmal unseren Lesern vor, wer oder was ist BAKKUSHAN?

WAS? Bakkushan ist zunächst einmal unser Bandname und ein japanischer Slangausdruck für „eine Frau die von hinten besser aussieht als von vorne“.
WER? Wir sind eine 4-köpfige deutschsprachige Indie-Rock Band die nun seit Mitte 2007 ihr Unwesen treibt. In diesem Sinne ein freudiges HALLO an alle Leser,

Gruß Daniel, Kalle, Robse, und Jan.

 

 

DSC: Wie seid ihr an euren Majordeal gekommen?

Also eigentlich war das so: 5 Song Demo zuhause am Rechner gemacht. Songs im Proberaum einstudiert und auf Myspace.com gestellt. An größeren Contests teilgenommen bei denen sich der Gewinn in sofern lohnt, weil er eine gewisse Aufmerksamkeit der Musikbranche mit sich bringt. In unserem Fall war das der „Jägermeister Rockliga Video Contest“. Dann noch jemanden kennen der dein Demo dem richtigen Typ auf den Tisch legt. In unserem Fall war der richtige Typ A&R Manager Daniel Standke von EMI, der bereits ein halbes Jahr nach Bandgündung auf einem unserer Konzerte stand. Dem gefiel das ganze und so nahm alles seinen Lauf....

 

 

DSC: Was war bisher die schwerste Hürde, die ihr nehmen musstet?

Was wir machen ist oft anstrengend und sehr arbeitsintensiv, aber das fühlt sich so gut wie nie als Hürde an. Es handelt sich ja um genau das, was man gerne machen möchte. Das einzige was wir als „Hürde“ bezeichnen würden, die wir genommen haben, war das Abklären von bandinternen Verhältnissen, weil ja jeder so seine eigenen Vorstellungen hat und das auch mal zu Zoff führen kann, wenn es nicht geklärt wird ;)

 

 

DSC: Bereits Anfang letzten Jahres haben wir euch gemeinsam mit den Hesslers in Mannheim live erlebt, was hat sich seit letztem Jahr insgesamt alles verändert?

Wir haben einen neuen Proberaum und zwar in Berlin, den wir zum 1. September beziehen werden und unser Album kommt am 11. September. Wir sind bei einer neuen Booking-Agentur (Extratours), haben zum ersten mal auf offiziellem Weg einen Song veröffentlicht, haben persönlich ca. 75.000 Sticker mit der Aufschrift „Baby, du siehst gut aus!“ auf Menschen geklebt und unser selbstgedrehtes Video kam auf MTV. Läuft.

 

 

DSC: Ihr habt alle gemeinsam an der Popakademie in Mannheim studiert, welche Vorteile habt ihr gegenüber euren Kollegen durch dieses Studium?

Der große Vorteil ist der Austausch mit anderen Kommilitonen. Jeder hat gewisse Erfahrungen mit eigenen Projekten. So kann man sich Tipps und Tricks teilen.

 

 

DSC: In eurer Debütsingle wollt ihr uns tanzen sehen. Seid ihr selbst Steher oder Tänzer?

Wir sind Tänzer, aber nicht im klassischen Sinn. Es handelt sich eher um „abspacken“ wenn der Sound stimmt, aber ihr kennt das ja sicher!

 

 

DSC: „Baby, du siehst gut aus!“ ist über ein Mädchen, das abrockt und dazu nichts braucht außer Rockmusik. Steht ihr selbst eher auf Mädchen, die sich nicht um Glamour scheren, oder schadet ein bisschen weniger Rock dem Mädchen auch nicht?

Ein bisschen „weniger Rock“ schadet bei einem Mädchen nie, ha ha ha!

Es geht dabei ja nicht nur ums Aussehen, sondern auch um den Geist, den man mit „Rock“ oder „Glamour“ verbindet. Unter Rock/Indie verstehen wir: ehrlich, individuell, Freigeist. Unter Glamour hingegen Anpassung, Fake und mehr Schein als Sein.

 

 

DSC: Wer hatte die Idee zum flippigen Cover von „Baby, du siehst gut aus!“?

Die Ehre gebührt Sebastian von der Hamburger Firma Typeholics. Das hat er sehr gut gemacht, wie wir finden!

 

 

DSC: Euer Song „Der erste Tag“ beginnt relativ ruhig. Welche Musik hört ihr, um abzuschalten und zu reflektieren? Bei welchen Songs denkt ihr am besten nach?

Ich persönlich (Daniel) mag zum Nachdenken eher Lieder mit weniger typischen Songstrukturen, die auch mal etwas länger sein dürfen z.B. Radiohead oder auch klassische Klavierstücke. Sonst höre ich Musik eher um Energie abzuladen und zu feiern.

 

 

DSC: In  „Deine Helden sind tot“ thematisiert ihr den Tod aller Idole. Wer ist euer Held?

Unser Held ist wer sein eigener Held ist!

 

 

DSC: Ihr habt schon jetzt „Alles war aus Gold“ zum Lieblingslied 2009 erklärt, damit das nicht schon wieder von Madsen oder den Sportfreunden Stiller kommt. Was unterscheidet euch von diesen Bands, die ja auch nur handgemachten Rock abliefern?

Bandvergleiche sind immer eine schwierige Sache. Wir würden sagen, dass man den Unterschied zu den genannten Bands vor allem auf unserem Debütalbum im Herbst bemerken wird. Die Songs sind sehr unterschiedlich und nicht nach dem AC/DC Schema - alle in die gleiche Schublade einzuordnen. Man kann bestimmt jeden Song für sich einer Schublade zuordnen, alle zusammen aber nur BAKKUSHAN. Deswegen fällt es schwer mit nur einem unserer Songs einen Vergleich zu dem kompletten Repertoire einer Band wie Madsen aufzustellen...“Alles war aus Gold“ ist eben zumindest UNSER Lieblingslied 2009 .

 

 

DSC: Wie sieht euer Plan für die Zukunft aus? Auf was wird nun als nächstes hingearbeitet?

Der Plan für die Zukunft lautet: Wir wollen das ganze gerne hauptberuflich machen. Deshalb freuen wir uns auf unser Album sowie jede Menge Live-Termine unter anderem mit Jupiter Jones und Jennifer Rostock. Spielen, Spielen, Spielen! Wir freuen uns auf den Videodreh zu „Alles war aus Gold“, auf unsere neue Wahlheimat Berlin und auf EUCH! BÄM!

 

Interessante Links:
Livefotos von Bakkushan
Rockparty im 7er Club
Tickets für Bakkushan und Jupiter Jones
Tickets für Bakkushan und Jennifer Rostock
Sieg! Das war der Sieg!

 

Foto: © EMI

 

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