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Wie wärs damit?

Dezemberkind im Interview

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Geschrieben von: Adriane Haussmann   
Mittwoch, 18. November 2009 12:41
Sie kennen die Killerpilze und Jennifer Rostock und einige kennen bereits sie: Dezemberkind! Auch sie gehören dieses Jahr zu den Acts, die bei Rock in Weiler spielen werden. Wie es dazu kam? Überredungskunst und Überzeugung, aber eigentlich konnten die Veranstalter nicht mehr ablehnen und auch wir konnten uns nur für ein Interview aussprechen….

 

DSC: Einigen werdet ihr vielleicht schon aus der BRAVO ein Begriff sein, für alle anderen, stellt euch doch bitte einmal vor!

Wir sind die Band Dezemberkind aus Ebersbach an der Fils (bei Stuttgart) und wir machen deutschsprachige Rockmusik mit eingängigen Melodien und aussagekräftigen Texten. Doch warum viele Worte verlieren,... schaut doch einfach bei Rock in Weiler vorbei und macht euch selber ein Bild von uns!

 

 

DSC: Wie war es denn für euch eure Köpfe in dem wohl bekanntesten Jugendmagazin Deutschlands zu sehen? Haben euch danach Menschen auf der Straße angesprochen oder bekamt eine größere Resonanz?

Dani: Da kann ich mich noch sehr gut dran erinnern! Am Erscheinungstermin dieser Bravo Ausgabe bin ich natürlich gleich morgens zum Kiosk und hab mir die Zeitung gekauft. Anschließend hab ich sie dann im Auto aufgeschlagen, sofort meine Jungs von der Band angerufen und diesen Artikel am Telefon mit ihnen zusammen abgefeiert. Irgendwie schon krass, sich in der Zeitung wieder zu finden, die man vor ein paar Jahren selber des Öfteren gelesen hat. Ich denke ich spreche im Namen der Band, wenn ich sage, dass wir schon ein Stück weit stolz darauf sind es mit unserer Musik in diese Zeitung geschafft zu haben, obwohl wir „nur“ eine Newcomerband und noch keine etablierte Größe sind. Eine Resonanz auf diesen Artikel konnten wir durchaus spüren, zum Einen kamen Leute auf der Straße auf uns zu und sprachen uns darauf an, zum Anderen schossen unsere Besucherzahlen auf der Homepage sowie der Myspace Seite schlagartig in die Höhe, auch einige Konzertanfragen brachte dieser Artikel mit sich.

 

 

DSC: Wie lange gibt es Dezemberkind schon?

Beni: Seit 3 Jahren gibt es die Band nun. Anfangs waren es nur Tobi, Dani und ich. Ein Jahr später kam dann Marco dazu. D.h. in der aktuellen Besetzung spielen wir nun schon seit 2 Jahren und über 100 Konzerten zusammen!

 

 

DSC: Wie habt ihr denn zusammengefunden?

Dani: Beni und ich haben uns durch einen Schulwechsel kennen gelernt. Wir kamen zusammen in eine Klasse und Beni wurde dann auch bald mein Nebensitzer und ein super Kumpel. Als es mit meiner alten Band nicht mehr so rund lief und ich einfach mehr wollte als nur hin und wieder mal ein Konzert im örtlichen Jugendzentrum zu spielen, beschlossen wir eine Band zu gründen in die wir all unser Herzblut und unsere Energie hinein stecken wollten. Ein williger und fähiger Mitstreiter wurde auch bald in Tobi gefunden, den ich schon seit Jahren über mehrere Ecken kannte. Ein Jahr lang waren wir dann als Trio unterwegs. Ende 2007 hatte Tobi dann die Idee seinen Kumpel Marco mit in die Probe zu bringen. Plötzlich stellten wir fest, dass wir als Trio zwar nicht schlecht waren, aber als Quartett noch einmal eine krasse Steigerung machten. Und so spielen wir nun seit über zwei Jahren in dieser Besetzung und sind nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich sehr zusammen gewachsen!

 

 

DSC: Was war eurer Meinung nach bisher euer größter Banderfolg?

Marco: Ich denke sich hier auf eines fest zu legen wäre falsch. Wir hatten einige tolle Erlebnisse und Erfolge. Wie oben schon erwähnt, war es natürlich eine tolle Sache mit der Bravo. Aber klar sind wir auch sehr Stolz auf unsere letzte erfolgreiche Deutschland Tour, bei der wir einen super Besucherschnitt hatten! Auch war es für uns  sehr spannenden im Vorprogramm von Bands wie z.B. Jennifer Rostock, Killerpilze oder Stefanie Heinzmann vor einem wirklich großen Publikum aufzutreten. Es gab hier wirklich viele Highlights und wenn man sieht, dass sich unsere letzte CD über 1000 mal verkauft hat, sind wir hier schon auf einem ganz guten Weg!

 

DSC: Woher nehmt ihr eure Motivation, wenn mal etwas nicht so gut läuft?

Dani: Wie wohl bei den meisten Bands gibt es auch bei uns Höhen und Tiefen. Wenn es bei uns mal nicht so läuft, haben wir die Gabe uns gegenseitig in den Hintern zu treten und dann einfach noch härter uns konsequenter an uns zu Arbeiten. Klar fliegen dann auch manchmal die Fetzen, aber eigentlich ziehen wir uns aus diesen Tiefs immer ganz gut selber wieder raus, da wir einfach viel zu gerne zusammen Musik machen, um den Kopf in den Sand zu stecken.

 

 

DSC: Ihr habt bereits mit bekannten Acts wie den Killerpilzen und Jennifer Rostock auf einer Bühne gestanden, bei welcher Band würdet ihr unbedingt gerne einmal den Support übernehmen?

Dani: Bei den oben genannten Bands auf jeden Fall jederzeit gerne wieder, da sowohl Jennifer Rostock als auch die Killerpilze wirklich super nett sind und die Konzerte alle sehr, sehr cool waren!  Bei Marco bin ich mir sicher, wäre diese Wunschband auf jeden Fall Nickelback. Tobi  und Beni würden wohl eine Band aus der etwas härteren Ecke bevorzugen und ich selber würde einen Support von Bands wie z.B Silbermond, den Donots oder den Beatsteaks für sehr willkommen heißen. 

 

 

DSC: Wie kam es dazu, dass ihr nun bei Rock in Weiler spielen werdet?

Tobi: Jeder von uns war schon mindestens 5 mal bei Rock in Weiler und da das Festival jedes Jahr ein tolles Konzert zum Jahresende ist, entstand natürlich auch bei uns der Wunsch anstatt vor der Bühne auch mal auf der Bühne zu stehen. Bereits in den Vorjahren hatten wir uns fürs Festival beworben und wurden damals leider nicht genommen. Doch unsere Hartnäckigkeit und auch die Weiterentwicklung unserer Band haben uns in eine Position gebracht mit der wir den Veranstalter nun endgültig von uns überzeugen konnten.

 

 

DSC: Was bisher die größte Masse vor der ich gespielt habt und bekommt man dabei sehr weiche Knie?

Beni: Die größte Masse vor der wir bisher gespielt haben, war im Rahmen der Coca Cola Weihnachtstour in Sigmaringen vor knapp 2000 Menschen.

 

 

DSC: Unvorhergesehenes passiert immer einmal auf der Bühne, bei was war euer Improvisationstalent gefragt?

Dani: Auf unserer letzten Tour hatten wir ein Konzert in einem kleinen Club in Berlin. Der Laden war brechend voll und wir wollten alles geben. Allerdings war die Decke so nieder, dass diese es nicht zuließ zu springen. Im Eifer des Gefechts machte ich die Ansage „3,2,1 springen!“ niemand sprang außer mir. Das Publikum hatte das Problem mit der niederen Decke erkannt, ich leider nicht. Somit knallte ich mit meinem Kopf voller Wucht gegen die Decke und stürzte benommen zu Boden. Im Schreck blieb ich auf den Knien liegen und spielte dann eben im Knien weiter. Den Leuten hatte es gefallen und ich hatte als Resultat eine leichte Gehirnerschütterung aber die Tour ging weiter!

 

 

DSC: Welcher eurer Songs beschreibt euch und eure Musik am besten?

Unser bekanntester Song ist auf jeden Fall „Straßen dieser Stadt“ und ich denke, dass dieser auch sehr gut uns und unsere Musik widerspiegelt.  Man erkennt an diesem Song, dass wir nicht klingen wie die meisten deutschsprachigen Bands und nicht so ausgelutschten Poppunk mit spaßigen Texten machen. Dieser Song zeigt, dass wir sehr viel Wert auf die Texte legen und auch die Songstrukturen sehr durchdacht sind.

 

 

DSC: Wie sieht es bei euch mit bisherigen EPs und Alben aus, habt ihr in dieser Richtung schon etwas auf dem Markt?

Marco: Seit Juli 2007 ist unsere erste EP „Dezemberkind“ zu haben. Diese hat sich mittlerweile über 1000 mal verkauft und ist auf unseren Konzerten sowie auf unserer Homepage zu erwerben. Allerdings waren wir  im vergangenen Jahr sehr fleißig und haben uns 10 Monate lang im Studio eingenistet, um dort an einem würdigen Nachfolger zu arbeiten. Und ab April soll diese CD dann auch tatsächlich in den Läden stehen!

 

 

DSC: Abgesehen von der Musik, was macht ihr denn beruflich in eurem Leben?

Tobi: Ich mache gerade eine Ausbildung als Speditionskaufmann.

Dani: Ich mache im Moment auch eine Ausbildung als Kaufmann für Marketingkommunikation.

Marco: Ich bin Maler und arbeite bei  mir im Familienbetrieb.

Beni: Ich mache gerade ein FSJ und möchte danach Sozialpädagogik studieren.

Dani: Wir sind auch sehr glücklich darüber, dass unsere Betriebe alle so gut mitspielen und uns in unserer Musik unterstützen, d.h. wenn wir mal frei brauchen für ein Konzert bekommen wir dann auch immer unseren Urlaub! Vielen Dank hier noch einmal an unsere Betriebe ;) 

 

 

DSC: Was ist das nächste Ziel, das ihr als Band erreichen möchtet?

Dani: Wie oben schon von Marco erwähnt, werden wir ja im April 2010 unsere neue CD über ein Label veröffentlichen. Ziel ist es natürlich mit der CD für so viel Aufsehen wie möglich zu sorgen und 2010 eine gut besuchte Tour im Frühjahr und anschließend tolle Festivals im Sommer zu spielen in der Hoffnung bald komplett von der Musik leben zu können!

 

Interessante Links:
Rock in Weiler
rockinweiler.de
myspace.com/dezemberkindband
 
Foto: © Dezemberkind
 
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