| Noch ne Band mit neuer Besetzung im neuen Interview (mit Videoteaser!) |
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| Geschrieben von: Adriane Haussmann |
| Dienstag, 02. März 2010 21:26 |
Es ist fast als ob man mit sich mit Freunden trifft. Man
lümmelt auf der Couch herum, lacht, quatscht und lacht wieder. Wo Vanessa,
Marco und Manu auftauchen, herrscht gute Laune, so auch in unserem Interview.
Achtung, fertig – Noch ne Band in Aktion!DSC: Ihr habt wieder einen Besetzungswechsel gehabt, wie kam es dazu? Vanessa: Flo ist weg! Flo wollte studieren und einen anderen Weg gehen als wir. Marco: Da hat man bemerkt, dass er nicht dahinter steht und er stieg aus und das war besser so. DSC: Hat sich durch den Bandwechsel auch musikalisch etwas verändert? Vanessa: Mehr Rock’n’Roll!!! Es hat eine Reife stattgefunden und wir sind erwachsener geworden. Manu: Ich mach schon lange genug Musik und höre Fehler und sag das dann auch, wenn mir welche auffallen und die beiden spielen jetzt viel besser als früher. DSC: Manu, du bist noch nicht lange dabei, wie hat man dich denn gefunden? Manu: Ich hab mit Vanessas Das in einer Neuen-Deutschen-Welle Band namens Knutschfleck gespielt und hatte die beiden daher schon. Und an Weihnachten hatten wir einen Gig und ich habe Vanessas Fenderbass gesehen und dann hat sie mich irgendwann einfach gefragt und wegen ihres Basses hab ich mich auch sofort wieder an die erinnert. Und das war dann der Grund warum ich ja gesagt hab, der geile Bass! *grinst* Nein, also es gab da ein Schlüsselerlebnis und zwar haben die beiden da unplugged gespielt und mir ging es zu diesem Zeitpunkt privat mega scheiße und dann haben die losgespielt und ich los geheult und dann war für mich klar, dass ich da einfach mitspielen muss. DSC: Wie lange ist das denn schon her? Vanessa: Puh, das dürfte Mai 2009 gewesen sein, oder? DSC: Manu, wie kommst du mit den Songs der beiden zu recht? Manu: Ich hab die Songs vom Promoalbum gehört und musste mich nicht mehr vorbereiten. Vanessa: Er konnte sie nur vom Hören direkt bei der ersten Probe spielen! DSC: Ihr wart im Bandpool der Popakademie, was habt ihr für euch daraus ziehen können? Vanessa: Wir haben dadurch viele Kontakte geknüpft und geile Auftritte gehabt und ganz viel übers Business erfahren, was man bislang noch nicht wusste. Seitdem haben wir riesen Respekt vor der Arbeit der Manager und Booker. Wir haben jetzt einfach einen Plan und laufen nicht blauäugig durch die Gegend, aber zurückblickend war es auf jeden Fall eine geile Zeit, die sich echt gelohnt hat. DSC: Ihr habt euer erstes Album veröffentlicht, wie waren die Studioarbeiten dazu? Vanessa: Wahnsinnig interessant! Unser Produzent war Frank Bornemann, ein absolutes Unikat. Und es gab unheimlich anstrengende Momente und dann aber auch wieder entspannende. Aber in den schweren Momenten dachte man, man kann das nicht so spielen wie es verlangt wird, man kommt an seine Grenzen. Und dann überwindet man diese und wenn es dann tatsächlich geklappt hat, dann fällt einem eine riesige Last von den Schultern und man ist mega entspannt. Aber ich fand das kreative Arbeiten so an sich schon geil. DSC: Wie lange dauerten die Aufnahmen? Marco: Ich war zu der Zeit noch in der Schule und dadurch konnten wir nur in den Ferien aufnehmen, weil ich beim Bass Aufnehmen auch dabei sein wollte. Und so haben wir Anfang Februar angefangen und wurden im Mai fertig. Vanessa: Also so 6 bis 8 Wochen haben wir an dem guten Stück gearbeitet, wenn man so alles zusammenzählt. DSC: Wie weit konntet ihr euch musikalisch einbringen? Vanessa: Wir durften alles machen. Frank hat geholfen, wenn er merkte, dass es nicht ausreicht und hat manche Songs vorproduziert. Marco: Die Ideen kamen von uns selbst, aber er hat Struktur reingebracht. Vanessa: Er ist einfach einer vom alten Eisen, der mehr Erfahrung hat und manchmal uns einfach erklärt hat wie wo welcher Text besser passen würde oder in welcher Reihenfolge und solche Dinge.
DSC: Welcher eurer Songs kostete bei den Aufnahmen die meiste Zeit und Kraft? Marco: „Mittendrin“, aber er ist einfach göttlich! Vanessa: Das singen ist anstrengend, ich hab jetzt extra angefangen zu trainieren, um mehr Ausdauer zu bekommen. Marco: Schon doof, wenn einem sonst die Luft wegbleibt, ne? *zwinkert* DSC: Welcher Song ist derzeit live euer Favorit? Marco: Alle!!! Manu: Also ich finde „Momente in Scherben“ unplugged derzeit richtig geil. DSC: Wie füllt es sich für euch an nun das fertige Werk in Händen zu halten? Marco: Es ist ein total geiles Gefühl. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatten wir einen Unplugged Gig im Media Markt und wenn du dann da so reinläufst und die Musik über Lautsprecher hörst und dann feststellst, dass es ja deine Musik ist, einfach der Hammer. Vanessa: Es ist irgendwie so als wenn man einen Kinderwunsch hat. Es ist von uns gemacht, jahrelang aufgebaut und, wie ich finde, ein großartiges Debüt. Aber wenn man seine CD im Regal neben Nickelback stehen sieht, das ist schon unglaublich. DSC: Mittlerweile habt ihr auch eine eigene Single und einen Videodreh hinter euch, wie war der Dreh und das Gefühl im Mittelpunkt zu stehen? Marco: Ich lag am Ende mit Manu zusammen tot auf dem Boden und hatte Nackenschmerzen. Und ich hab mich noch nie so aufs Essen gefreut wie nach dem Dreh. Vanessa: Wir haben immer nur so Ansagen gehört wie „Schmeißt eure Instrumente weg“ und ich wusste irgendwie gar nicht, was man machen sollte. Wir haben da voll den Affentanz gemacht und es war sehr anstrengend, aber auch lustig. Wir standen ja im Green Room und ich habe irgendwie alles vergessen mit der Zeit. Manu: Und unter den Scheinwerfern war es mega heiß und man konnte sich das spätere Ergebnis gar nicht richtig vorstellen. Vanessa: Insgesamt hat der ganze Dreh 12h gedauert und wir konnten danach „Momente in Scherben“ erst mal nicht mehr hören. DSC: Wie ist es jetzt für euch, wenn ihr „Momente in Scherben“ seht oder hört? Vanessa: Einfach geil! Wir haben uns beim Dreh ja nur auf dem Bildschirm gesehen und mit weißem Hintergrund und uns schon gefragt wie das mal fertig aussehen soll. Marco: Unser grüner Hintergrund ist das geilste Grün der Welt! Vanessa: Aber die haben mir beim Dreh ständig das Top runtergezogen, Sex sells hieß es und jetzt sieht es aus als hätte ich mega Brüste! Ich bin daran völlig unschuldig! DSC: Was sind eure nächsten musikalischen Ziele? Vanessa: Neue Songs, neues Album, viel spielen. Wir wollen nochmal eine Krankenhaustour machen. Letztes Jahr haben wir für krebskranke Kinder gespielt. Marco: Wir sind durch 15 Onkologie-Stationen in ganz Deutschland getourt und das war sehr ergreifend. Vanessa: Also, daher vielleicht noch einmal eine Unplugged-Tour und dann im Sommer die Festivals. Manu: Und ansonsten alles mitnehmen, was geht. DSC: Wie sieht es bei euch beruflich aus? Nur noch Musiker? Vanessa: Wir sind alle komplette Musiker, ich jobbe hin- und wieder mal, aber ansonsten machen wir alle nur Musik.
Interessante Links: Noch ne Band im älteren Interview Foto: © Adriane Haußmann |