Trynamite im Interview |
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| Geschrieben von: Rebecca Puhlmann |
| Freitag, 28. Mai 2010 14:52 |
Letzten
Samstag war die Newcomerin Trynamite für eine Autogrammstunde zu Gast in Berlin. Nach ihrem
Auftritt hat sich die 23-Jährige Sängerin für uns Zeit genommen, um uns ein paar Fragen
zu beantworten.
DSC: Welche Bedeutung versteckt sich hinter deinem Künstlernamen „Trynamite“? Die Entstehungsgeschichte von dem Namen „Trynamite“ hat sich eigentlich verselbstständigt. Es war ja mal Trina, dann war ich dafür aber zu alt – die kleine Trina. Und daher wurde es dann Tryna und dann haben Leute Trynamite drausgemacht. Und wahrscheinlich nennt mich im Moment jeder wie er will. Nur sehr wenige Menschen nennen mich bei meinem richtigen Namen Katerina, wie meine Eltern. Aber ansonsten finde ich Trynamite ganz geil, es wurde mir so begründet: Du bist immer so „an“, so voller Leben und deswegen Dynamite – Trynamite. Also mir gefällt es.
DSC:
Wie würdest du deine eigene Musik beschreiben?
Meine eigene Musik? Die kann ich
eigentlich nie richtig beschreiben. Es ist natürlich Pop, aber auch ein
bisschen Rock mit Elektroeinflüssen wie bei „Ganz geil“. Oder eben auch sehr
rockig wie bei „Scheiss Männer“ oder „Nachtkatzen“. Und trotzdem sind auch
immer ein paar Clubbeats dazwischen. Also alles bunt gemischt. Ich würde mich
auch freuen, wenn man nicht sagen könnte: Trynamite macht Rockmusik. Ich meine,
dafür gibt´s einfach zu geile Stilmittel in den verschieden Musikrichtungen. Ich
mache einfach das, was mir gefällt und ich hoffe, dass es sich gut anhört.
DSC: Deine aktuelle Single heißt „Scheiss Männer“, identifizierst du dich mit dem Song? Ja, auf jeden Fall. „Scheiss Männer“ ist
ja total realistisch entstanden. Denn ich gehe super gerne feiern und wir
machen uns dann auch ein bisschen zu Recht. Und klar wird man angesprochen,
aber es ist ja das „Wie“ man angesprochen wird. Am Anfang ist das auch immer
noch lustig und man kann drüber lachen. Aber irgendwann fühlt man sich einfach
so genervt und denkt: Lasst mich doch einfach in Ruhe. Und so kam es, dass ich
nach Hause gekommen bin und da waren auch meine zwei Schreiber. Ich habe ja ein
Homestudio. Und meinte: Es war mal wieder so anstrengend, die Männer gehen
einen so richtig auf den Sack. - Auf den Sack ist auch ganz gut. *lacht* - Und
ich meinte, das sind echt scheiß Männer. Dann haben wir ein bisschen rumgejammt
und der Track ist entstanden. Der Song ist auch auf einer Gitarre entstanden, das
kann man sich gar nicht richtig vorstellen. Und es eben immer weiter gegangen und
dann haben wir andere Elemente einfließen lassen und viel experimentiert. Der
Song „Scheiss Männer“ hat auch richtig lange gedauert in der Entstehung und
deswegen ist es auch mein absolutes Baby. Ich liebe den Song und ich hoffe
natürlich und würde mich freuen, wenn Männer das auch mit einem zwinkernden
Auge sehen könnten. Ich bekomme richtige Hassbriefe, obwohl das ist eigentlich
nur scherzhaft gemeint ist.
DSC:
Schreibst du deine Songs selbst?
Ja, aber nicht alleine. Ich habe immer
ein gutes Team um mich. Ich finde, das ist immer das wichtigste, dass man ein
oder mehrere Partner hat. Man kann Spaß haben, man wirft sich Gedanken zu und
jammt dann auf der Gitarre. Ich spiele ja leider kein Instrument. Also mein
Instrument ist meine Stimme. Aber dafür brauche ich dann meine Jungs. Wir sind
ein kleines Schreiberteam und ich habe auch noch einen Beatmaker. Das Lied „Ganz
geil“ ist zum Beispiel nur aus einem Beatmaker entstanden. Ich meinte, dass ich
ganz oft „ganz geil“ sage, lass daraus mal etwas machen. Es ist immer
verschieden, aber ich schreibe immer mit Leuten zusammen und auch mit Männern,
ob man es glaubt oder nicht. Also jeder Song hat wirklich seine eigene
Entstehungsgeschichte – eine Ballade entsteht natürlich ganz anders als „Scheiss
Männer“.
DSC:
Du bist in deinen Songs immer sehr direkt. Bist du privat auch so oder ist das
die versteckte Persönlichkeit, die ans Licht kommen möchte?
Nee, auf gar keinen Fall. Das bin ich
schon. Und das ist das, was ich auch liebe, dass ich eine Plattenfirma gefunden
habe, die mich so sein lässt wie ich bin. Und ich hätte auch alles andere nicht
gemacht, ich habe ja immer so viele Demos gesungen für andere Künstler und da
habe ich auch Verträge angeboten bekommen. Aber ich lehnte ab, weil ich lieber
mein eigenes Ding machen wollte. Es war aber schon eine harte Entscheidung,
denn wenn du Sänger bist, kannst du damit auch Geld verdienen. Aber Geld ist
nun mal nicht alles. Man will so sein wie man ist. Und ich rede so und ich
möchte auch so singen. Ich möchte meine Message auch so rüberbringen, wie ich
es auch sagen würde. Ich bin eben schon sehr direkt und so eine verblümte
Sprache wäre nichts für mich.
DSC:
Was war es für ein Gefühl deine 1. Single im Laden stehen oder im Fernsehen zu
sehen? Dieses Gefühl kann man nicht
beschreiben. Ich weiß das klingt doof, so konstruiert. Aber es ist einfach
etwas, was man nicht begreifen kann. Denn auf einmal steht die CD da und man
hat die nicht selber dahingestellt. Die hat wirklich jemand anderes
hingestellt, damit man die kaufen kann. Und auch das erste Mal im Fernsehen zu
laufen, das ist einfach unglaublich. Es gibt ja Beweise, dass ich schon mit
drei/vier Jahren vor der Kamera stand. Das heißt, 20 Jahre lebe ich jetzt
diesen Traum und jetzt steht meine Single im Regal und mein Video läuft auf
VIVA. Alle gucken sich mein Video auf YouTube an, das ist echt so geil. Das ist
fast eine Erlösung und innere Bestätigung. Es ist also ein richtig geiles
Gefühl.
DSC: Was für Pläne hast du in nächster Zeit? Steht ein Album an? Also ich bin jetzt natürlich voller Tatendrang und Energie. Ich möchte nach vorne, ich möchte alles loswerden. Und es ist mittlerweile ja schon alles sehr digital geworden, von daher könnten wir uns auch vorstellen nur online eine Single zu veröffentlichen. Wir stricken also gerade erst an dem Masterplan. Ich habe so viele Songs und ein kleines Album ist da auf jeden Fall drin. Und jetzt mal schauen, in drei Monaten sind wir da bestimmt schon einen Schritt weiter und dann gibt es auf jeden Fall mehr. www.myspace.com/trynamite
Fotos: © Rebecca Puhlmann |
