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This is the Arrival im Interview (mit Videoteaser!) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Simone Bauer   
Montag, 31. Mai 2010 19:59
Während draußen der Regen fällt und man sich am 31.05.2010 fühlt wie zur besten Winterzeit, treffen wir im Backstage Club auf das Münchner Quartett This Is The Arrival und fragen für euch nach dem neuen Album und der laufenden Tour.

 

DSC: Wo habt ihr euch kennengelernt und wie wurde dann This Is The Arrival geboren?

Hot: Per Kaiserschnitt.

(alle lachen)

Mario: Wir haben alle lange Musik gemacht, in verschiedenen Bands. Und München ist dann doch eher klein, da haben wir uns dann kennengelernt.

 

DSC: Aber ihr stammt ursprünglich aus Erding?

Alle: Ja, wir drei (zeigen auf Mario, Timo und Piet)

 

DSC: Welchen Tipp habt ihr für junge Bands aus dem Nirgendwo, vom Land, um sich einen Ruf zu erspielen?

Piet: Einen Ruf zu erspielen ist schwierig, aber es gibt in München gute Förderprogramme wie das Sprungbrett (Anmerkung DSC: vom Feierwerk). Und man muss alles mitnehmen, was geht.

Mario: Man sollte aber relativ bald in die Stadt. Denn auf dem Land gibt es nur Bandabende, wo man dann neben Hardcorebands auftritt. Popbands haben es da immer etwas schwieriger.

 

DSC: Ist München euch als München wichtig oder einfach nur als Großstadt? Würdet ihr auch nach Berlin gehen wollen?

Timo: München ist schon unsere Heimat, unsere Homebase. Man sollte nicht wegen dem Banddasein nach Berlin gehen. Für ein Album ja, vielleicht aber auch in eine italienische Stadt zum Beispiel oder Stockholm.

Mario: L. A.

Timo: Wir fühlen uns in München am Wohlsten. Ich mag die Mentalität, die Szene. Man muss nicht immer ins supercoole Berlin.

Hot: Außerdem ist die Konkurrenz da auch zu groß, da ist es schwer, es zu schaffen.

Timo: Gute Bands schaffen es überall.

 

DSC: Hot ist ja als Bassist neu dabei, wird das etwas an euerem Konzept verändern?

Timo: Wir werden unseren Stil nicht verändern, wir haben ja Hot gewählt, weil er perfekt dazu passt. Es wäre ja doof, jemand aus einer völlig anderen Ecke zu nehmen. Die Schnittmenge zwischen uns ist echt gut.

Mario: Wir waren ja auch mitten in den Albumsaufnahmen, als Mützi gegangen ist. Es kann aber sein, dass wir uns in Zukunft gegenseitig in andere Richtungen befruchten.

(alle lachen)

Hot: Es ist schon eine Gemeinschaftssache, aber jeder hat auch seinen eigenen Flavor, also sind kleine Veränderungen immer möglich.

 

DSC: Spielt ihr lieber in Clubs, großen Hallen oder Festivals, wie dem Tollwood oder dem Theatron?

Piet: Das hat alles seinen Reiz. Ein brechend voller Club kann auch richtig gut abgehen.

Mario: Es hat alles seinen eigenen Charme, egal, ob das bei Silbermond vor 6.000 Leuten ist oder in einem Club vor 50 bis 100.

 

DSC: Ihr supportet ja gerade Fertig, Los! auf ihrer Deutschlandtour und habt auch schon bei anderen Bands im Vorprogramm gespielt – was lernt man als Vorband?

Timo: Man kann als Musiker generell viel voneinander lernen. Musik auf Album und Musik live sind zwei verschiedene Sachen. Man lernt zum Beispiel, wie man einen Song richtig geil umsetzen kann. Unabhängig, ob das jetzt Silbermond oder Fertig, Los! ist, der Austausch ist immer da. Da hat der Gitarrist von der einen Band einen tollen Effekt, da denkt man sich dann „Wow“ und will das auch lernen. Und natürlich ist die Live-Komponente da.

Hot: Man lernt auch, in jeder Situation eine Show abzuliefern, auch, wenn man am Tag davor bis in die Puppen gefeiert hat. Dadurch, dass man jeden Tag ran muss, ist das ein gutes Livetraining.

 

DSC: Euere EP heißt „Metropolis“. Was ist die Idee dahinter und wie viel hat das mit dem gleichnamigen Film zu tun?

Mario: Der Titel ist tatsächlich von dem Film. Metropolis kann irgendeine Großstadt sein, sei es München, Los Angeles, Berlin, San Francisco… Und im Song geht es auch um die flüchtigen Begegnungen im Leben, wenn man jemanden beim Weggehen kennenlernt zum Beispiel. Es ist das aneinander vorbeirasen, das finde ich ganz interessant. Man selbst hält das Leben für unglaublich kompliziert. Aber wenn man es von der Vogelperspektive aus betrachtet, sieht das alles ganz klein aus, zum Beispiel Beziehungsprobleme.

 

DSC: Wie läuft das Songwriting bei euch ab?

Mario: Das ist ein gemeinsamer Prozess bei der Bandprobe. Eine Idee kommt, vielleicht ein Beat, dann jammen wir. Da geht es ums Experimentieren und dann findet man die richtige Struktur.

Timo: Jetzt schreiben wir ja mittlerweile im Studio, was ein großer Vorteil ist. Denn ich finde, im Proberaum gibt es Grenzen, im Studio kann man seine Ideen immer sofort festhalten.

Mario: Da laufen die Arbeiten an einem Song auch schneller. Wenn wir mit einer Songidee reingehen, können wir schon nach ein, zwei Tagen fertig sein.

 

DSC: Welche Künstler inspirieren euch oder in welcher Band würdet ihr manchmal gerne sein?

Timo: Wir wollen eigentlich immer This Is The Arrival sein. Natürlich gibt es auch Bands wie The Killers, Snow Patrol, Kings of Leon, große Bands, die einen beeinflussen.

Mario: Es kommt auch auf den Moment in einem Song an. Sei es die Idee oder der gesangliche Stil, den man sich unterbewusst abschaut.

Hot: Nachahmen hat schon immer nicht funktioniert. Erfolgreich ist man eigentlich nur, wenn man sein eigenes Ding durchzieht.

 

DSC: Also würde euch die ganze „Neue Neue Deutsche Welle“ nicht jucken?

Timo: Ich fand diese ganzen Wellen immer schon abtörnend, sei es eine spezielle Musik, der dazugehörige Kleidungsstil und so. Ich mache Musik, die mich persönlich anspricht, nicht so wie bei manchen Bands, bei denen die Hosen immer enger werden und die immer noch nicht Gitarre spielen können.

Mario: Den einzigen Anspruch, den wir haben, ist, international zu schreiben und zu produzieren.

 

DSC: Wie sehen eigentlich euere Pläne für die Zukunft aus?

Timo: Das Album kommt Ende August. Viel live spielen, es gibt dann auch unsere eigene Tour, ein paar Festivals im August.

Mario: Es steht auch schon die erste Single fest, die heißt „Mexico“, und momentan sind wir in der Phase der Fotoshootings, dass wir bis August dann fertig sind und dann kommt die CD.

 

 

Und hier noch ein kleiner Videogruß:

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Interessante Links:
Premiere für This is the Arrival
Roman Fischer & "Lightscpaes"
Livefotos von Fertig, Los

 

Foto: © Simone Bauer
 

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