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Wie wärs damit?

Revolverheld über Farbe, Songs und Pausen (mit Videoteaser!)

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Geschrieben von: Adriane Haussmann   
Donnerstag, 29. April 2010 14:34
Manchen Acts schadet eine kurze Pause, andere kommen erholt und frisch zurück und setzen da an, wo es endete. Zu den zweiteren Acts zählen die Jungs von Revolverheld, die sich mit ihrem Album "In Farbe" im Frühjahr zurückgemeldet haben und sich derzeit auf Tour befinden. Für uns nahmen sich die Jungs kurz Zeit, um ein paar Fragen zu beantworten.

 

 

DSC: Am 12. März ist euer drittes Album mit dem Titel „In Farbe“ erschienen, wart ihr nervös, wie sehr habt ihr dem Tag entgegen gefiebert?

Kristoffer: Wir waren schon sehr nervös, denn wir haben lange dafür geschrieben und die Songs fast ein Jahr auf uns wirken lassen. Und wenn man soviel Zeit und Herzblut in eine Sache steckt, dann fiebert man der Veröffentlichung schon sehr entgegen.

Flo: Aber beim ersten Album waren wir nervöser.

 

DSC: Wodurch unterscheidet sich der jetzige Longplayer eurer Meinung nach von seinen beiden Vorgängern?

Kristoffer: Es ist wahnsinnig viel! Wir hatten dafür 50 oder 60 Songs aus denen wir auswählen konnten, das war schon richtig luxuriös. Dann hatten wir erstmals den Produzent Moritz Enders mit am Start und wir haben in verschiedenen Studios sehr akribisch aufgenommen. Die Drums in einem Studio in Dänemark, bei Moritz den restlichen Sound… aber mit dem Album sind wir sehr zufrieden.

 

DSC: Wie lange habt ihr an dem Album gearbeitet und wie kam es zum Titel?

Kristoffer: Beim Schreiben haben wir unheimlich viele positive Stücke geschrieben und da die Stimmung in der Bevölkerung ja gerade eher nicht so gut ist und viele schwarz-weiß denken, haben wir uns gedacht, wir bringen etwas Farbe ins Leben.

 

DSC: Wie war denn das Covershooting, sehr bunt sieht es ja aus, aber war es auch angenehm?

Jakob: Also das Gefühl war gut, aber der Geschmack war fürchterlich!

Flo: Es war eine lustige Erfahrung, ich habe mich wie ein kleines Kind gefühlt. Aber das Duschen danach war anstrengend.

 

DSC: Welcher Song hat euch am meisten Zeit und Kraft gekostet und warum?

Kristoffer: „Keine Liebeslieder“ war unser Patient. Da haben wir am meisten daran herum gestrickt bis er so war wie er heute ist. Eigentlich ist das der Song an dem wir wirklich am längsten gearbeitet haben.

 

DSC: Wie viel Prozent Revolverheld steckt in „In Farbe“?

Johannes: 100%, wir haben geschrieben und mit produziert. Zwar sind nicht alle Texte autobiografisch, aber dann sind die an Geschichten von Freunden angelehnt oder uns ein bisschen künstlerische Freiheit genommen, aber die Texte sind von uns.

 

DSC: Wir schwer ist es denn, den neuen Text zu behalten, wenn man an einem bestehenden etwas verändert hat?

Johannes: Gerade bei Lyriks ist es sehr schwierig, mir passiert es immer wieder, dass ich mal bei irgendeinem Song einen alten Text einbaue.

 

DSC: Ihr hattet euch ja gerade für die Studioarbeiten ein wenig zurück gezogen, wie stark habt ihr die Bühne vermisst und wie ist es jetzt wieder auf Tour zu sein?

Kristoffer: Schon ziemlich stark, wir hatten zwar hier und da ein paar Festivalauftritte, aber auf die Tour jetzt waren wir besonders heiß.

Jakob: Es hat uns richtig in den Fingern gejuckt wieder auf die Bühne zu gehen.

 

DSC: Auf welchen Stop habt ihr euch besonders gefreut oder freut ihr euch noch?

Johannes: Stuttgart ist ausverkauft, aber es sind alle Termine ausverkauft und da freut man sich auf jeden einzelnen Tag der Tour.

 

DSC: In unserem letzten Interview habt ihr gesagt, dass ihr euch über Castingshows aufregen könntet, am Wochenende war das Finale der aktuellen DSDS Staffel, euer Fazit?

Kristoffer: Es ist immer noch schlimm, wir haben beschlossen, dass es nicht mit Musik zu tun hat. Aber wir wettern nicht mehr dagegen, wir haben uns einfach damit abgefunden, dass es die Shows mit ihren Gewinnern gibt.

 

DSC: Zurück zu eurer kleinen Pause, was habt ihr außer den Studioarbeiten in dieser Zeit noch so angestellt?

Johannes: Wir haben Urlaub gemacht, jeder ist ein bisschen rumgefahren und hat die ruhige Zeit genossen.

Kristoffer: Wir haben unsere Freunde getroffen und unsere vier Wände schätzen gelernt. Eigentlich hat jeder gemacht, worauf er so Lust hatte.

 

DSC: Dieses Jahr ist wieder Fußball WM, wo werdet ihr sein? Werdet ihr die WM verfolgen, vielleicht sogar live vor Ort?

Kristoffer: Wir sind ja auf einigen Festivals, aber die haben wir so gelegt, dass wir immerhin die Spiele verfolgen können. Aber wir werden jetzt nicht nach Südafrika fliegen oder einen weiteren Fußballsong schreiben. Das Thema hatten wir ja jetzt und jetzt fiebern wir einfach wie ganz normale Fußballfans mit.

 

DSC: Auf was freut ihr euch dieses Jahr sonst noch? Welche Pläne habt ihr musikalisch?

Kristoffer: Wir spielen dieses Jahr auf über 40 Festivals, das ist unfassbar und der zweite Teil unserer Tour steht im Winter genauer gesagt im Dezember pünktlich vor Weihnachten an.
 
 
Und hier ein kurzer Videogruß:
 

 

Interessante Links:
Kulturschock mit Revolverheld in Stuttgart
Krawall und Remmidemmi 
Revolverheld über Auftritte und Plastikidioten

 

Foto: © Adriane Haußmann
 
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