Deine Jugend - die Mannheimer im Interview |
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| Geschrieben von: Adriane Haussmann |
| Montag, 15. November 2010 16:54 |
Sie sind aus Mannheim, aber nicht von der Popakademie. Dass das Vor- und Nachteile hat, haben Deine Jugend selbst erfahren müssen, doch jetzt scheinen sie einen guten Lauf erwischt zu haben. Wir haben mit den Newcomern über Musik, Mode und ungeliebte Proben gesprochen.
DSC: Für alle, die bisher noch nichts von euch gehört und gelesen haben, wer ist Deine Jugend und was bedeutet eurer Bandname? Deine Jugend besteht aus Bonassis und mir, Laura Carbone. Unser Bandname möchte jeden an eine individuelle Erfahrung erinnern, auf die sofort Bezug genommen werden kann und die bestimmte Emotionen hervorruft.
DSC: Wie würdet ihr eure Musik beschreiben, in welche Schublade gehört Deine Jugend? Unsere Musik hat einen klaren 80er Einschlag - wir bewegen uns zwischen Elektro, Punk und Pop, dessen eingängige und schöne Melodien wir mögen. Wir haben uns über die Schublade, in die wir passen noch nicht so viele Gedanken gemacht - andere aber sicherlich und die sollte man hierzu besser befragen.
DSC: Auf eurem Debütalbum „Wir sind deine Jugend“ sind sowohl deutsche als auch englische Texte, wie kommt es zu diesem Mix? Unser erster Song "Got the Bass" war, wie der Name es schon andeutet, im Refrain englisch. Für uns war es zu Beginn nicht wirklich klar, in welcher Sprache wir texten und singen wollen. Dass wir uns hauptsächlich der deutschen Sprache bedienen, hat sich erst nach einiger Zeit herauskristallisiert und ich bin sehr froh darum. Denn in der Muttersprache lässt es sich deutlich einfacher texten und Dinge niederschreiben, die einen beschäftigen.
Mein Empfinden für Mode und das Interesse daran kam erst vor einigen Jahren, sodass diese Leidenschaft noch eine recht junge und unerfahrene ist. Meine Liebe für Musik ist dagegen schon deutlich gefestigt, da sie mich länger begleitet und mich viel intensiver beschäftigt. Beispielsweise kann ein guter Song in mir deutlich mehr Emotionen hervorrufen, als eine gute Kollektion eines Designers oder ein paar Schuhe.
DSC: Eure erste Single „Mama geht jetzt steil“ wurde letzten Monat veröffentlicht, wie war die Veröffentlichung für euch? Für mich war die Veröffentlichung sehr spannend, da es für mich nicht berechenbar war, was und ob sich überhaupt etwas für uns verändert. Ich bin froh, endlich das Album in den Händen halten können und hoffe, dass es einigen Anderen auch so geht und diese daran Gefallen finden.
DSC: Für die, die den Titel nicht begreifen, was bedeutet „steil gehen“? Das zu tun, was man an einem Abend ohne Verpflichtungen so tut.
DSC: Im April habt ihr eure EP „Deine Maske“ auf den Markt gebracht, jetzt steht das Album „Wir sind deine Jugend“ im Regal der Plattenläden, eine musikalische Weiterführung der EP oder eine weitere Facette von euch? Natürlich führt das Album die Schritte weiter, die wir mit der EP "Deine Maske" gegangen sind, jedoch zeigt eine LP die volle Bandbreite, die man während eines gewissen Zeitabschnittes zu bieten hat. Das Album beinhaltet ruhigere Songs als "Deine Maske", jedoch auch deutlich forderndere Tracks.
DSC: Im November geht es auf Tour, auf welche Stadt freut ihr euch besonders? Ganz besonders freuen wir uns auf Stuttgart und Hamburg - die zwei Städte stehen ganz oben, wenn es um feierwütige Menschen geht. Ein bisheriges Highlight war natürlich die Show in Mannheim, die große Ähnlichkeit zum Clip "Mama geht jetzt steil" aufwies, sogar mit Orginalbesetzung.
DSC: Laura, woher nimmst du deine Inspirationen für dein Styling? Wie lange brauchst du, um dich für den Club abends fertig zu machen? Das ist sehr unterschiedlich, ich passe mich da immer an die Zeit an, dir mir zur Verfügung steht und natürlich spielt auch die Motivation zum Stylen eine große Rolle. Meistens habe ich vor der Show eher weniger Zeit für das Styling und habe gelernt, mich in sehr kurzer Zeit in ein Bühnenoutfit zu schmeißen.
Wir wurden sehr lange nicht wahrgenommen, einfach auch, weil wir nicht im Kreise der Popakademie weilen. Bands der Akademie haben wir erst in anderen Städten unter anderen Umständen kennengelernt. Es ist sehr interessant aus Mannheim zu sein und ständig mit der Popakademie konfrontiert zu werden, obwohl wir keine Verbindung zu dieser haben.
DSC: Laut eurem Pressetext bist du Laura eine Vorzeigefigur der neuen „German New Wasted Generation“, wie siehst du das? Ich sehe das nicht so. Ich fühle mich nicht "wasted", fühle mich nicht als Vorzeigefigur. Ich finde lediglich Paul Snowdens Label (Wasted German Youth) sehr inspirierend und kann mich mit der Message, die hinter dem Label steckt, absolut identifizieren: Dass Schönheit und Sinnlosigkeit sehr nahe beieinander liegen.
DSC: Was steht vor eurer Tour jetzt noch an? Wichtige Termine? Proben? Wichtige Termine - ja. Proben - nein. Wir hassen das Proben und spielen viel lieber live. Zudem schreiben wir bereits an unserem zweiten Album, welches wir so bald es geht in Angriff nehmen möchten. Interessante Links: Deine Jugend und ihr Debütalbum Deine Jugend live unterwegs
Fotos: © MFM Entertainment |
