The Catberrys im Interview! |
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| Geschrieben von: Simone Bauer |
| Montag, 04. Juli 2011 12:21 |
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DSC: Auf eurer Bandhomepage (http://thecatberrys.com) findet man noch nicht so viel Info über euch drei. Könnt ihr euch bitte kurz vorstellen? Wer von euch hat sein Leben schon komplett der Musik gewidmet, was habt ihr vor The Catberrys getan und wie möchtet ihr, dass es gerne weitergeht? Chris: Ich habe zusammen mit Seba die Band gegründet. Ich kann soviel behaupten, dass jeder von uns sein Leben nach der Band ausrichtet und es auch langfristig der Plan ist, Musik als Mittelpunkt unseres Lebens zu setzen. Seba: Gitarre spiele ich eigentlich schon so lang ich denken kann. Chris und ich haben zusammen im Schulorchester angefangen miteinander Musik zu spielen, ein "klassischer" Anfang also. Der Plan ist definitiv von der Musik eines Tages zu leben - das ist zwar ein langer Weg, aber ich denke, wir sind bereit ihn zu gehen. Ben: Ich war vor den Catberrys Sänger in einer Punkband. 2009 ersetzte ich meinen Vorgänger an Sticks und bin damit der mittlerweile dritte Schlagzeuger. Dabei wird es auch bleiben, denn ich hab das Gefühl, endlich "zuhause" zu sein - wir drei haben von Anfang an einfach funktioniert. Soweit, dass man ausschließlich von der Musik leben kann ist es zwar leider noch nicht, aber ja, das ist der Plan - Das ist immerhin das Einzige, wozu wir taugen.
DSC: Ihr hattet in eurem Line-Up schon einige Wechsel, von der Bandumtitulierung mal abgesehen – in wieweit hat euch die Zusammenarbeit mit den ehemaligen Mitgliedern geprägt? Seba: Ich glaube, die Zusammenarbeit hat uns sehr geprägt. Durch die Wechsel hat sich die Band permanent weiterentwickelt und auch den Sound verändert. Wir sind allen mit denen wir zusammengespielt haben dankbar, denn es war immer eine tolle Zeit. Chris: Es war wie ein Auto mit den besten Reifen und dem besten Fahrwerk, dem aber irgendwie der beste Motor gefehlt hat. Bis wir Ben getroffen haben! Ben: Ich habe allerdings keine Ahnung von Autos.
DSC: Ihr zeigt euch von lokalen Münchner Bands wie Kafkas Orient Bazaar inspiriert. Welche richtig großen Idole habt ihr? Chris: Mit den Kafkas sind wir gut befreundet. Wir hatten unseren ersten Auftritt mit ihnen und verstehen uns seitdem super. Seba: Persönlich zähle ich Leute wie Jimi Hendrix, Stevie Ray Vaughan oder Rory Gallagher zu meinen Idolen. Wenn ich jedoch an Bands denke, die mich beeinflusst haben, dann wäre die Liste einfach zu lang. Es fängt an bei Coldplay, bis hin zu Black Sabbath und endet immer wieder irgendwo in den 60-70ern. Ben: Als Drummer hauptsächlich Bonham und Joey Castillo. Als Band: Sicherlich Led Zeppelin und Queens of the Stone Age; aber auch Black Rebel Motorcycle Club lassen sich nicht verleugnen. Bands, die keine Songtexte brauchen, um Stimmung zu vermitteln. Chris: Jeder von uns hat seine eigenen Idole und Inspirationen, aber als Ganzes gehen wir drei denselben Weg, sonst würden wir es nicht lang miteinander aushalten.
DSC: Eure letzte Tour hat euch sogar in die Niederlande geführt. Wie unterscheidet sich das bayerische Publikum zu dem in Amsterdam? Chris: In Bayern haben wir welches!
DSC: Songs wie „Voodoo Doll“ und The Witch Is Dead (Bang Bang) klingen nicht nur vom Titel her sehr mystisch – habt ihr absichtlich esoterische Begriffe gewählt? Seba: Wir hatten schon immer eine Vorliebe für geheimnisvollle Sachen. Gerade in der Rockmusik lässt sich wunderbar mit solchen Stimmungen spielen. Ein Teil des Textes zu "The Witch is Dead (Bang Bang)" entstand schon zu frühen Zeiten der Band. Um diese Teile lag immer ein geheimnisvoller Schleier, welcher sich aber auch in einer etwas kritischen Mystik äußerte, die wir selbst nicht wirklich erklären konnten. Chris: Wir schreiben zumindest nicht absichtlich "mystische" Texte, weil wir so wirken wollen. Ben: Ich mag es, wenn Rock'n'Roll düster, sexy und mysteriös ist. Aber nicht auf die Holzhammer-Gothic-Friedhof-Methode, nach der das vielleicht klingt, sondern vielschichtiger, subtiler. Wir sind tatsächlich sehr optimistische Menschen, und es gibt einen großen Unterschied zwischen depressiv/erdrückend und eben ansprechend/verlockend.
Chris: Dem Gefühl von Freiheit. Seba: Ich denke Ben trifft es wohl perfekt. Ben: Ha!
DSC: Ihr benutzt das Hipster Indie Triangle auf eurer Facebookpage und im Albumcover. Macht ihr euch lustig über den gegenwärtigen Trend oder erfüllt es für euch als Zeichen einen ganz eigenen Zweck? Ben: Das Indie Hipster Triangle hieß für mich noch bis zu diesem Interview "Dreieck". Ehrlich gesagt würde ich mich mit ziemlicher Sicherheit darüber lustig machen, hätte ich vorher davon gewusst. Wie auf unsere eigene Art von Mystik, stehen wir unheimlich auf Symbolik - die meisten Zeichen davon sind aber nur irgendwoher ausgeliehen, weil sie cool aussehen. Wirklich. Das lässt natürlich viel Raum für Spekulation. Oh, und wir haben das Dreieck, weil wir drei Leute sind. Seba: Also für mich persönlich steht dieses Dreieck schon seit langen für Rock'n'Roll. Genau um diese Bedeutung wieder ein wenig aufzufrischen haben wir es benutzt, somit sind wir quasi im Auftrag des Herren unterwegs. Chris: ...mhm.
DSC: Und weil wir gerade bei Symbolik und Bedeutungen sind, zum Schluss noch die Frage: Wie kamt ihr auf den Titel eures Debüts, „Minnie Mazola“? Ben: Kennt ihr Minnie the Moocher? Chris: Ich kannte mal ne Nutte, die hieß Minnie Mazola. Seba: Wie gesagt, wir sind im Auftrag des Herren unterwegs.
Foto: © Luna Debole |
