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Wie wärs damit?

Alles war schön und nichts tat weh

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Geschrieben von: Simone Bauer   
Montag, 05. Oktober 2009 11:08
Das Ende von Muff Potter ist schon seit längerem besiegelt. Jetzt ist aber auch folgendes bereits in Stein gemeißelt: Ein Konzert von zehn finalen ist schon ausverkauft. Und somit ist die letzte Chance auch schon verspielt, für Fans in dieser Region ihre alten Helden jemals wieder live zu sehen. Ganz so schlimm, wie es sich anhört, ist es dann doch nicht.


Jungs bleiben nach ihrer Trennung erhalten

Dennis Schneider zum Beispiel, seines Zeichens Bassist, fungierte zuletzt als Produzent für Ghost Of Tom Joad und wird das Musikmachen auch weiterhin nicht aufgeben. Und Thorsten „Nagel“ Nagelschmidt, der Frontmann von Muff Potter, hat nun mehr Zeit für sein zweites Steckenpferd: Das Schreiben. Sein Buch „Wo die wilden Maden graben“ über das Leben auf Tour, erschienen im Ventil-Verlag, war ein Achtungserfolg, seitdem ging es in genau diese Richtung weiter – eine regelmäßige Kolumne namens „Danke für die Blümeranz“ in der Zeitschrift „Opak“ (Herausgeber ist Ex-Tomte Oliver Koch) sowie eine kurze Lesetour mit „Kill Your Friends“-Autor John Niven für dessen neues Buch „Coma“. 

 

Dennoch, das Ende kam plötzlich. Die Bekanntgabe der Trennung am 28. Juli 2009 kam aus heiterem Himmel. Aber nach 15 Jahren – fast ein halbes Leben lang – soll nun Schluss sein mit der Band, mit der eine ganze Generation ihre Jugend verbinden kann. Muff Potter feierten erste Erfolge mit „Placebo Domingo“ auf dem 2003er Album „Heute wird gewonnen, bitte“. Songs wie „Wir Sitzen So Vorm Molotow“ prägten den Soundtrack unserer Generation. Dabei blieben Muff Potter, die bereits für Die Ärzte die Vorband waren, nie stehen: Vom Deutschpunk entwickelten sie sich zum Indie. Kein Wunder, als Einflüsse geben sie sowohl Slime als auch Tocotronic an.

 

Neue Pläne für die Zukunft

Nach dem 2007er Album „Steady Fremdkörper“ verschwand die Band aus dem Münsterland, um eine eigene Plattenfirma namens „Huck’s Plattenkiste“ zu gründen. Das Booking übernahm das Tomte und Kettcar Label Grand Hotel Van Cleef. 2009 feierten sie ihre Rückkehr mit dem Album „Gute Aussicht“ und der dazugehörigen Single „Blitzkredit Bop“. Die Arbeit an dem Album, das von der Weltwirtschaftskrise und der „Generation Praktikum“ (Zweite Single „Niemand will den Hund begraben“) stark beeinflusst wurde, hat sich gelohnt und sollte den Abschluss krönen.

 

Die Abschiedstournee nannten sie wohl nicht ohne Grund „Alles war gut und nichts tat weh“, und hier die zehn letzten termine von Muff Potter:

29.11. Köln, Essigfabrik (mit Hot Water Music und Strike Anywhere)

30.11. Wiesbaden, Schlachthof (mit Hot Water Music)

03.12. Berlin, Lido (mit Ghost Of Tom Joad)

04.12. Leipzig, Conne Island (mit Ghost of Tom Joad)

05.12. Wien, Szene (mit Chris Wollard and the Ship Thieves und Drag the River)

06.12. München, Backstage (mit Chris Wollard and the Ship Thieves und Drag the River)

08.12. Düsseldorf, Zakk (mit Chris Wollard and the Ship Thives und Drag the River)

09.12. Saarbrücken, Garage (mit Herrenmagazin)

10.12. Hamburg, Grünspan

12.12. Münster, Jovel (mit Ghost of Tom Joad) AUSVERKAUFT

 

Interessante Links:
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Foto: © muffpotter.net


 
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