Schall und Wahn |
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| Geschrieben von: Simone Bauer |
| Sonntag, 15. November 2009 15:31 |
Es ist bezeichnend, wo Tocotronic ihr neues Album vorstellen: Im Hamburger Übel & Gefährlich. Der Club im vierten Stock eines Hochbunkers, nur einen Steinwurf vom Karostargebäude mit seinen wichtigen Hamburger Plattenfirmen entfernt, hat sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe in der Ausgeh- und Konzertkultur gemausert.Sie waren der Grundstein Die Fans von Tocotronic mögen erwachsen geworden sein, haben sich neue In-Clubs und neue It-Songs gesucht, doch eins bleibt: Keine Band hat sie so sehr geprägt wie das Quartett rund um Dirk von Lowtzow. Gemeinsam mit Blumfeld und Die Sterne erfanden die Anfang der 90er Jahre die Hamburger Schule. Ihnen nach folgten unzählige Bands und Songwriter wie Bernd Begemann und Die Goldenen Zitronen, ohne sie wäre die Musikszene in Hamburg nicht das, was sie heute ist. Dabei waren Tocotronic nie in den Medien präsent – Interviews sind selten, sie tragen nichts bei zu Dokumentarfilmen oder Szenebüchern. Lieber lassen sie ihre Musik sprechen, so wie ihr Debütalbum „Digital ist besser“ oder ihre größten Alben aus naher Vergangenheit: „Pure Vernunft darf niemals siegen“ und „Kapitulation“. Danach folgte ein Live-Album zur „Kapitulation“-Tour und „Pop Portrait“. Vor allem letzteres kein typische Tocotronic Album. Doch am 22. Januar 2010 legen sie nach und schließen die sogenannte „Berlin Triologie“ ab. „Schall und Wahn“ wird „Pure Vernunft darf niemals siegen“ und „Kapitulation“ abschließen und das neue Jahrzehnt gebührend einläuten. Bleibt also sich händereibend auf den Abend im Übel & Gefährlich freuen – auf zwölf neue Songs von Dirk von Lowtzow, Jan Müller, Rick McPhail und Arne Zank, so wie man sich schon seit über 15 Jahren auf neues Material der Dandys freut.
Interessante Links:Alles war schön und nichts tat weh Mikroboy - nennt es wie ihr wollt Foto: © tocotronic.de |
