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Jupiter Jones bringen Koblenz zum Kochen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Schmidt   
Samstag, 17. Oktober 2009 20:01
Circus Maximus, Koblenz am 17.09.2009. Um 19 Uhr deutet noch nichts auf einen besonderen Abend hin. Der Kleine Club unter der Erde mit Café und Bistro darüber ist normalerweise nicht Spielort vieler bekannter Bands. Doch hin und wieder kann man dort auch echte Leckerbissen bestaunen. So gaben sich am 17. die Jungs von Jupiter Jones die Ehre und der warme Spätsommerabend versprach ein besonderer in Koblenz zu werden.

Nachdem die Vorbands Cancer und Bakkushan die Menge im wahrsten Sinne des Wortes schonmal richtig aufheizten, war es mit kurzer Verspätung bald endlich so weit: Jupiter Jones betraten unter großem Applaus die kleine Bühne. Dadurch entwickelte sich das Konzert in dem kleinen, aber richtig vollen Club zu einem Hautnaherlebnis. Denn mit Ankündigung des Sängers Nicholas Müller flogen die ein oder anderen Speicheltropfen gen Publikum...

 

Der Startschuss fiel

Aber genug der Warterei, es ging endlich los... Und wie! "Das zu wissen", eines der härtesten Stücke und gleichzeitig der Opener des aktuellen Albums, war auch eine sehr gute Wahl zum Opener des Gigs. Mit einer wahnsinns Spielfreude legten sie das Stück in den Raum an dem sich die tanzende und pogende Menge gerne bediente. Ohne Pause wurde das zweite Stück und erste Single des Albums "Holiday in Catatonia" auch das Zweite ihres Auftritts. Zwar etwas verwundert darüber, dieses Stück so früh zu hören, aber nicht weniger erfreut darüber sang die Menge lauthals mit. Die Live-Version sorgte mit einem etwas schnellerem Refrain für super Stimmung und tanzende Menschen.

Mein persönliches Highlight war jedoch die depressive Selbstmord-Ballade "Jupp". Nicht nur, dass die Rocker die tristen Orte, welche in dem Song vorkommen nach den unschönsten Gegenden und Arbeitsplätzen in Koblenz benannten, nein, sie erzeugten eine einfach wunderschöne Atmosphäre, das Publikum sang so laut wie vorher nie und die Band war sichtlich sehr erfreut darüber.

 

Auf diesem Konzert zeigten die Musiker wieder, wie herrlich sympathisch, am Boden geblieben und charmant sie sind.  Da nahm es Sänger Nicholas auch niemand übel, dass er etwas verschnupft war. Das äußerte sich jedoch nicht in seiner Stimme. Die Performance war nämlich auch klanglich top. Hin und wieder ein Naseputzen, auch ins Mikro, sorgte für Lacher und Sympathie.

Alles in allem ein rundum gelungenes Konzert bei dem nicht nur Sound, Performance und Interaktion mit dem Publikum stimmte. Da wunderte es niemanden dass die Jungs die Bühne am Ende garnicht erst verlassen konnten, sondern unter dem Gesang der bezauberten Menge nach kurzer Zeit zur Zugabe ausholten.

 

Interessante Links:
Fotos von Jupiter Jones
Bakkushan im Interview
Boozed im Interview
 

Fotos: © Thomas Schmidt

 

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