Die Röhre ist proppenvoll,
bis zum Ausgang drängen sich dicht an dicht die Besucher. Eigentlich um
Revolverheld am diesem 21. April live in Stuttgart zu erleben, doch der Abend bringt mehr als nur gute Musik.
Als allererstes eine schlechte Nachricht
Wegen des Vulkanausbruchs steckt der ursprüngliche Support
noch in den USA fest, kurzfristig springt für Boys like Girls die Band Blind
ein. Dies tut der Stimmung aber keinen
Abbruch! Blind geben Vollgas.
Es ist kurz vor 21 Uhr, man drängelt sich noch näher in
Richtung Bühne. Das Licht ist bereits aus und es kann jede Minute los gehen.
Das Intro erklingt. Noch mehr Gedrängel. „Nie erwachsen“ wird angespielt und das
vorwiegend weibliche Publikum tobt.
Aber auch Johannes und seine Jungs legen sich mächtig ins
Zeug. Sie hüpfen und springen und binnen weniger Minuten rinnt bereits der
Schweiß in Strömen, es wird dampfend heiß in der Röhre.
Für Abwechslung ist gesorgt
Revolverheld präsentieren Songs aus den beiden alten und dem
aktuellen Album „In Farbe“, sie filmen ihre Fans und lassen sich filmen und
erzählen Anekdoten, die bilden. Oder wusstest ihr, dass eine Dose Bier in
Österreich 16er Blech heißt?
Christopher spielt Mandoline, Johannes zeigt mit einem
Fangeschenk ein kleines Kunststück mit Jacob in dem er diesem vom Bühnenrand
nach hinten zum Schlagzeug saure Fruchtgummis zuwirft und er diese mit dem Mund
fängt und fröhlich futtert.
Es geht weiter im Programm. Es wird getanzt, einen
sogenannten Rave-Schuh-Platter wie dem Publikum erklärt wird, es folgt ein „Was
geht“ Cover von Fanta 4 und damit ungewohnte HipHop Klänge und auch die Zugabe „Freunde
bleiben“ erklingt plötzlich im Reggaefeeling.
Nach 19 Songs mit zwei Zugaben ist dann das Konzert zu Ende
und Publikum und Band verlassen triefend nass die Location.