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Fertig Los! - Partstimmung in München PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Simone Bauer   
Mittwoch, 02. Juni 2010 12:27
Noch immer hängen die dicksten Regenwolken über München, speziell über dem Backstage Club, doch an diesem 31. Mai haben es die Kids nicht eilig ins Haus zu kommen. Erst als This Is The Arrival ihr Set beginnen, füllt sich der kleine Laden. Erst zögerlich, dann immer mehr, wird das Tanzbein geschwungen und mitgesungen.

Denn die Songs des Quartetts sind teilweise alt bekannt ("Sing This Song For Hours And Hours", "Metropolis"). Und weil man im Vorprogramm von Fertig, Los! am besten die Herzen aller Anwesenden gewinnen kann und sowieso Heimspielstimmung herrscht, werden dann auch noch neue Songs vorgestellt, zum Beispiel die erste Single aus dem kommenden Debütalbum "Mexico". Dabei wird der wenige Platz auf der Bühne voll zum Tanzen ausgenutzt und man wartet darauf, bis der erste sich was bricht.

 

Alles gut geplant
Weiteres Erstaunen bringt die Umbaupause: Was alles sonst noch auf die Bühne passt! Diverse blaue und rote Neonröhren rund ums Schlagzeug (Philipp: "Flos Heimsolarium!") und Instrumente (wie den Nadeldrucker für das Intro von "Wenn du mich brauchst"). Dann betreten die Jungs und das Mädel von Fertig, Los! in Festtagskleidung die Bühne und rocken mit "Ein neuer Gott" los. Nur unterbrochen vom Klassiker "Sie ist in mich verliebt" werden in der ersten Hälfte des Abends ausschließlich neue Lieder gespielt, von "Der Moment" und "Augen zu" bis zu "Die Anderen".

 

Wenn man dann dachte, die beste Tanzstimmung wäre bei "Elektrisches Licht" aufgekommen, bei dem sogar kleine Mosh-Pits gebildet wurden, der hat sich geirrt: "Komm schon" entwickelt sich mehr und mehr zu dem Song mit der größten Mitsinggarantie und die Gesten der Band verkommen dennoch nie in Richtung Stadion. Schließlich sind die vier Münchner auf dem Boden geblieben, der ein oder andere Tratsch mit dem Publikum darf schon sein. Da werden bestimmte Songs zur Belohnung versprochen, wenn man denn böse, wild und "unziemlich" sei (auch wenn der Ruf nach "Ausziehen!" quittiert wurde mit: "Ihr seid unziemlich, die Band ist brav!").
 

 

Und das beste zum Schluss
Neben den neuen Songs gab es dann auch altbekanntes Material: Von "Das Herz ist ein Sammler" wurde "Dreh mich nicht um", "Ich weiß nicht wie das ist", "Zwischen den Zeilen" (im "romantischen Akustikset" mit Philipp und Simon sowie einer leicht krächzenden elektrischen Harfe, deren technischen Extreme danach noch Fangirl Nicole demonstrieren durfte) und das frenetisch gefeierte "Links, Rechts, Links" zum Besten gebracht. Und natürlich das Lied, das man schon beinahe als "Indie Partyhit" bezeichnen könnte - "Ein Geheimnis".
 
Ein letztes Mal flogen danach noch die Arme in die Höhe, als der Titeltrack des zweiten Albums "Pläne für die Zukunft" dargeboten wurde, mit den This Is The Arrival Jungs zur gesanglichen Unterstützung. Und weils so schön war, lädt Philipp  alle in die Muffathalle nach dem WM-Spiel Deutschland gegen Ghana ein - auch, wenn die Fans Fußi genauso hassen wie er.
 
 
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Fotos: © Simone Bauer
 

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