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Mikroboy - ein Jahr musste Stuttgart warten

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Geschrieben von: Adriane Haussmann   
Mittwoch, 03. November 2010 12:45
Es ist genau auf den Tag ein Jahr her, dass Mikroboy das Universum in Stuttgart gerockt hatten. Doch in diesem Jahr war zwar das Datum das selbe, dafür aber der Club ein anderer. Denn am 25. Oktober rockten Mikroboy dieses Mal den Keller Klub.

Eigentlich hätte die Jungs Alex Amsterdam supporten sollen, doch dieser musste absagen, aber  Ersatz war schnell gefunden. Daantje von Daantje & The golden Handwerk wollte sowieso die Jungs von Mikroboy live sehen und sprang dann spontan als Support-Act ein.

Mit Strubbelfrisur und Akustikgitarre legte er auf einem Barhocker sitzend mit seinen Songs „Alles was wir haben“ und „Ein König“ los. Dazwischen fragte Daantje, ob es denn noch Musik sei, die er da mache oder ob er schon ein Fall für die offene Psychiatrie sei. Lautes Klatschen und Forderungen nach mehr beantworteten die Frage und es folgte „Nicht viel“.

 

Der Keller Klub ist voll, wirklich voll als Mikroboy zu viert um 21 Uhr die Bühne betreten. Große Augen bei Michi und seinen Jungs, vor allem als die Fans direkt vor der Bühne stehen, da es sonst keinen anderen Platz mehr gibt.

„Wenn es jedes Jahr doppelt soviel Leute werden, können wir in 20 Jahren von der Musik leben“, scherzt Michi und freut sich sichtlich über das Publikum, das bei „Nichts ist umsonst“ ebenso laut mitsingt wie bei „Du nicht wir!“.

Der Schweiß rinnt, das Bier fließt, - wenn auch nicht immer direkt in den Rachen, sondern auch mal über den Bühnenboden - aber der Stimmung tut es keinen Abbruch. Auch nicht als Tobi seinen Einsatz bei „Eines dieser Leben“ verpasst, da er noch mit seiner Bierflasche beschäftigt ist. Genau dies ist das Gefühl des Livespielens. Des nicht immer Alles-Perfekt-Seins, was Fans erwarten und woran man sich gerne nach einem Konzert erinnert.

 

Richtungsweisend wie eine Stewardess führt Michi durch den Abend und läutet den nächsten Stop ein: es ist der nagelneue Song „Pre or post“. Ganz typisch für Michi sind seine Ausschweifungen zwischen den Songs, die bei den Fans besonders ankommen, da sie jedes Konzert einmalig machen. Aber ein Gag darf nie fehlen und zwar, wenn Michi erklärt, dass Kai-Steffen ja der Typ von Hangover ist.

Das Set neigt sich dem Ende entgegen und Frontmann Michi hält eine kleine Dankesrede, aber es sind nicht die letzten Worte an diesem Abend, denn das Publikum will mehr! Laut wird nach einer Zugabe verlangt, die es auch von einer ungläubigen Band zu hören gibt. Voller Stolz erklingt erst der Song „Zum Ende“, den Michi allein mit Akustikgitarre performt, bevor noch einmal alle zusammen auf die Bühne kommen und „Vom Leben und Verstehen“ zum letzten Song des Abends machen.

 

Interessante Links:
Die Fotos des Abends
Michi Ludes im Interview
Nennt es wie ihr wollt

 

Fotos: © Adriane Haußmann

 
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